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Konzert-Bericht
 
Eins. Ohne Sternchen.

Hot Water Music
Make Do And Mend

Hannover, Bei Chez Heinz
05.08.2011
Hot Water Music
Irgendwas war anders. Etwas fehlte. Nach einer nämlich mal wieder rundum starken Show von Hot Water Music verließen wir zwar schweißgebadet und sicherlich richtig zufrieden das kuschelige Bei Chez Heinz in Hannover. Doch die Euphorie, die wir von den vergangenen Shows der Band gewohnt waren, ließ sich leider nicht so wirklich blicken. Woran es lag? Vermutlich an den riesigen Erwartungen und den so vielen unglaublichen Erinnerungen. An der Band jedenfalls nur ein ganz klein wenig...
Der Abend beginnt entspannt in der Sonne. Vor dem Chez Heinz wird unter freier Sonne gechillt und sich gefreut. Chuck Ragan spielte nachmittags sogar noch einen Instore-Gig in Hannover und geistert jetzt durch den bereits vollen Außenbereich, Chris Wollard schnackt und schmökt seelenruhig am Eingang und von Hektik? Anspannung? Aufwärmen? Keine Spur. Lieber die letzte frische Luft genießen. Band und Zuschauer. Denn drinnen gibt es die nicht. Der Laden ist für HWM-Verhältnisse ziemlich winzig. Die Bühne gerade eine Stufe hoch, die Decke ohne große Sprünge zu erreichen und gäbe es nicht diese praktische Leinwand zwischen Eingang und Bühne, hätten manche sicher nicht ein einziges Mal die Gesichter der Protagonisten gesehen. Es ist heiß in Hannover, es ist eng und kuschelig im Keller des Clubs und somit alles bereit für einen famosen Abend Hot Water Music.

Make Do And Mend machen den Support und feiern gleichzeitig ihre Europa-Premiere. Das machen sie auch richtig gut, ohne jetzt wirklich jeden von den Socken zu hauen. Doch ihr roher Punkrock ist dem des Headliners nicht ganz unähnlich und wird leidenschaftlich zum Besten gegeben, ein paar Fans singen schon mal fleißig mit und am Ende ist alles irgendwie gut. Shirts und Scheiben werden verkauft, Hände geschüttelt und jeder freut sich auf den Headliner. Hot Water Music. Die starten an diesem Freitag ihre Europatour und machen mal wieder eine Menge richtig. Wie sie es immer tun und darum steht schnell fest, dass auch diese Show ein, nun, Fest wird. Fest ist. Mit ihrer so typischen Leidenschaft zocken die vier ihre Hits runter. "Rooftops" und natürlich "Wayfarer", "Paper Thin", "It's Hard To Know" oder das neue "The Fire, The Steal, The Tread". Die dazu passende Single liegt natürlich auch am Merchandise-Stand - und ist ein Knaller. Das sei mal verraten, das Ding muss man haben.

Ragan macht wieder das Sprachrohr, hält sich aber merklich zurück, Wollard kommentiert seine Geburtstag-Gratulationen mit einem fast schon schüchternen "Ich liebe euch auch" und gemeinsam singen, schreien, gröhlen, röcheln sie die vielen so wahnsinnig wundervollen Lieder. Und jedes einzelne wird Wort für Wort vom dem sich vor der Bühne auftürmenden Mob mitgesungen. Ja, Hannover feiert Hot Water Music einfach mal gnadenlos ab. Und das auch völlig zu Recht, keine Frage. Alles gut also? Eigentlich ja. Eigentlich. Denn natürlich können sie es nicht jedem recht machen. Aber mal ehrlich, kein "Free Radio Gainsville"? Kein "Trusty Chords"? Das geht doch nicht. Da hilft auch "Turnstile" zum Ende nur wenig. Und so spielen Hot Water Music eine runde Stunde eine scheißeheiße Show und bekommen die Note EINS. Aber - anders als sonst - ohne Sternchen.

Mehr Fotos gibt es bei den Kollegen von www.allschools.de.

Surfempfehlung:
www.hotwatermusic.com
www.facebook.com/hwmFL
www.myspace.com/hotwatermusic
de.wikipedia.org/wiki/Hot_Water_Music
www.makedoandmend.me
www.facebook.com/makedoandmendband
www.myspace.com/makedoandmend
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Maik/allschools.de-


 
 

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