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Alt und jung

Him
The Mission

Oberhausen, Arena
25.09.2001
Him
Das muß schon ein komisches Gefühl sein, wenn man als Band eine halbe Ewigkeit zusammen ist, dann von einer populären finnischen Band gefragt wird, ob man denn als Support mit auf Tour gehen möchte und dann Abend für Abend vor kreischenden Teenies spielen muß und nur einige wenige eigene Fans am Start sind. Wovon hier die Rede ist? Him, die Pop-Goths, haben The Mission als Vorband engagiert und touren derzeit durch die großen Hallen Deutschlands. So auch in der Arena zu Oberhausen.
The Mission
Nachdem sich die endlosen Schlangen vor dem Einlaß gelichtet hatten und die Arena recht gut gefüllt war, durften zuerst Timo Rautitainen & Trio Niskalaukaus auf die Bühne, die mit ihrem eher durchschnittlichen Rock die Massen nicht sonderlich begeistern konnten. Nach einer kurzen Umbaupause kam dann für einige der eigentliche Höhepunkt - Wayne Hussey & Co. aka The Mission betraten gut gelaunt die Bühne, und zeigten dem jungen Volk mal, wie der sogenannte Gothic-Rock richtig gespielt wird. Vor dem Konzert meinte Wayne zur Gästeliste: "Wir haben zwar ein neues Album fertig und könnten die Songs jetzt vorstellen, aber wenn wir schonmal mit Him auf Tour sind, macht es keinen Sinn, nur neue Stücke zu spielen. Die meisten Leute werden mit dem Namen The Mission sowieso nicht viel anfangen können, aber ich denke, sie werden trotzdem einige Songs wiedererkennen, die sie wahrscheinlich mal in ihrer Disco gehört haben. Daher spielen wir viele alte Sachen." [Ein ausführliches Interview mit The Mission wird es übrigens demnächst auf der Gästeliste zu lesen geben] So fanden sich dann alte Bekannte wie "Wasteland", "1969", "Severina", "Butterfly On A Wheel" und zum Schluß "Deliverance" im Set wieder, die in bester Spiellaune dargeboten wurden. Obwohl es ein bekanntes Stück ist, konnte man viele Fragezeichen auf den Gesichtern sehen, als sie noch "Never Let Me Down Again" von Depeche Mode zum besten gaben. Darüber, und auch über die größtenteils herrschende Ignoranz von Seiten der Him-Fans machte sich Wayne natürlich zwischen den Songs lustig, was aber bei vielen erst gar nicht ankam. Es waren aber auch einige Mish-Fans in der Arena, so daß die Stimmung doch recht gut war. Sehr schön auch Wayne's Solo-Darbietung von "Can't Help Falling In Love".
Him
Nach kurzer Pause fing dann das Gekreische, vor allen in den ersten Reihen, an - alle wollten Ville Valo sehen. Den bekamen sie dann auch, und natürlich auch was zu hören. Es wurden einige Stücke vom aktuellen Album dargeboten, u.a. wurde "Solitary Man" von Neil Diamond gecovert, und wie so oft mit "Join Me" das Publikum rausgeschmissen. Und dazwischen? Ville hatte ein paar Probleme beim Gitarrenspiel, hatte sich, die Songs und das Publikum meist im Griff. Einen lustigen Moment gab es auch noch: Im Song "Close To The Flame" gibt es eine kleine Pause, die von den Fans als Kreisch-Einsatz gedeutet wurde, was aber eigentlich so nicht gedacht war - darauf konnte sich Ville einen Kommentar nicht verkneifen, weil diese Pause wirklich als solche gedacht war, um dem Song noch ein wenig mehr Emotion zu geben, und da sollte man doch bitte ruhig sein. Him legten eine ordentliche Show hin, aber hier hat sich eindeutig wieder mal gezeigt, daß es sich doch lohnt, rechtzeitig zur Vorband in der Halle zu sein, denn sonst kann man wirklich großartige Auftritte wie den von The Mission verpassen.
Text: -David Bluhm-
Fotos: -David Bluhm-


 
 

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