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Konzert-Bericht
 
Party, Pogo, Knieschmerzen

Good Riddance
Death By Stereo

Hamburg, Schlachthof
27.09.2001
Good Riddance
Stagediving! Ein Unsitte, die sich in letzter Zeit seuchenartig ausgebreitet hat. Sah man vor einigen Jahren nur gelegentlich mal den einen oder anderen Fan auf der Bühne, ist diese heutzutage nahezu regelmäßig von springwütigen Jung-Spunden bevölkert. Es ist ein Wunder, daß so selten Knochsplitter und Blutlachen den Hallenboden verschmutzen. Natürlich, es ist witzig anzuschauen und noch witziger, selbst mal auf der Bühne zu stehen und sich nach einem grazilen Sprung von der Menge tragen zu lassen. Aber muß man es denn übertreiben (einige dürften ein Dutzend Sprünge an diesem Abend geschafft haben!)?
Das dachte sich wohl auch Good-Riddance-Bassist Charles Platt. Sichtlich genervt registrierte er jeden, der sich zur Band nach oben gesellte und gab dem einen oder anderen auch einen kleinen Kick in den verschwitzen Popo. Nach gut der Hälfte des Gigs war es dann soweit. Einer blieb liegen! Die Band hörte auf zu spielen, es wurde nach Sanitätern gerufen und ein tapferer Typ humpelte unter dem Applaus der Leute aus dem Club. Das Ding ist: Er ist nicht gesprungen, er wurde von einem Tiefflieger getroffen! Doch zum Glück schien es ihn nicht allzu schlimm gewesen sein.
Death By Stereo
Genug gemeckert, denn der Rest des Abends war richtig gut. Los ging es mit den Epitaph-Rockern Death By Stereo. Schaute man sich die Gesichter der schon recht zahlreich erschienen Fans an, schienen sie nicht viele zu kennen. Störte die Band doch nicht. Die rockte einfach auf los. Anfänglich tummelten sich nur eine Handvoll Pogo-Williger vor der Bühne. Aber von Song zu Song wurden es mehr. Erst recht, als sich Sänger Efrem Schulz zu ihnen gesellte und fleißig mittanzte. So muß es sein! Die Jungs hatten sichtlich Spaß an der Sache und konnten nach dem 40-Minuten-Auftritt gar nicht aufhören, sich zu bedanken. Schöne Sache das Ganze!

Good Riddance schafften es dann spielend, die Stimmung zu halten und innerhalb kürzester Zeit eine kräftige Punk-Party zu veranstalten. Aber das war ja klar. Schließlich sind Good Riddance nicht irgendeine Band. Sie sind die Band, die mit "For God And Country" ein Punkrock-Meisterwerk abgeliefert hat. So ist es nicht verwunderlich, daß die "For Good..."-Stücke "Mother Superior" und "Flies First Class" - neben der psychopathischen Gesichtsperformance von Drummer David Wagenschutz - die absoluten Highlights des Gigs waren. Plötzlich beugte sich dann ein Fan zu Sänger Russ Rankin nach vorne und fragte, ob er sich nicht mal die Schuhe auf der Bühne zumachen dürfe! Er durfte! Nun, der gute Mann kam einfach nicht zu Potte und so setzte sich Charles mal kurz auf ihn drauf. Was macht der Typ? Er schnürt in aller Ruhe weiter. Nervenstark, wirklich. Nach einem fröhlichen Huckepack und freundlichem Handshake konnte es dann aber doch weiter gehen. 70 Minuten lang rockten die Jungs den Schlachthof und gaben ein verdammt gutes, wenn auch sicherlich nicht perfektes Konzert. Dafür fehlte einfach der Enthusiasmus, wie ihn Death By Stereo zeigten.

Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Pressefreigaben-

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