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Konzert-Bericht
 
Danke, naja.

Eins Zwo
Square One/ DabruTack & Mr. Sosa

Krefeld, KuFa
06.11.2001
Eins Zwo
"Weniger ist mehr". Das Prinzip, das für den Erfolg der Platten von Eins Zwo verantwortlich ist, gilt leider nicht für ihre Konzerte. Denn nur ein MC, ein DJ und zwei Plattenspieler vermochten es nicht, das Krefelder Publikum in Kulturfabrik so richtig zu unterhalten. Zwar wurde die Stimmung ab und zu mal richtig ausgelassen, doch meist gingen nur die ersten Reihen so richtig mit. Hier wurde gehüpft, die Arme gingen rhythmisch im Takt mit, die Texte wurden mitgesungen. Im hinteren Teil der großen Halle wurden die beiden Hamburger Jungs jedoch zwischendurch sogar mal ausgebuht.
Das ist DJ Rabauke und MC Dendemann auf ihren letzten Konzerten, trotz technischer Pannen, nicht passiert. In Hamburg war die Stimmung sogar so ausgelassen, daß der Veranstalter befürchtete, daß die 1.300 Eins Zwo-Fans die Markthalle auseinandernehmen könnten. In der Kufa ging es dagegen viel zu ruhig zu. Während die Anfangsbegeisterung der meist jugendlichen Besuchern recht schnell abflaute, vermochten nur noch die Hits der Band "Danke, gut" und "Disckockeys" so richtig zu überzeugen. Der Rest des Sets war wahrscheinlich zu schwergängig für das Krefelder Publikum. Denn mit minimalistischen Mitteln, präzisen Scratches und guten, rhythmischen Reimen versuchen Eins Zwo ihre Geschichten zu erzählen. Richtige Refrains zum Mitsingen fehlen indes. Doch echten HipHop-Fans macht das nichts aus: "Das Konzert war großartig und genau die richtige Einstimmung auf das Konzert von 'Fettes Brot' am Ende des Monats!" Besonders der Klang der Stimme von Dendemann habe sie fasziniert, sagen die beiden HipHop-Fans Anna Drebers und Jan Sythen nach dem Konzert.
Überraschenderweise kamen die beiden Vorgruppen Square One und DabruTack & Mr. Sosa besser beim Publikum an. Vielleicht, weil sie teilweise Beats zum Hüpfen anboten und das Publikum besser anheizten. Und gerade da tun sich die beiden Jungs von Eins Zwo ein wenig schwer. Die Kommunikation mit dem Publikum war dürftig. Und auch die Tracks, die alle bei 88bpm liegen, reißen aufgrund ihrer Langsamkeit nicht gerade mit. Trotzdem war es ein intelligentes und gutes HipHop-Konzert, bei dem jedoch leider der Funke nicht auf das gesamte Publikum übersprang.
Text: -Esther Mai-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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