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Konzert-Bericht
 
Camel(le) in Kölle

Camel

Köln, Theater am Tanzbrunnen
07.03.2014

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Camel
Diese Tour sollte das erfolgreiche Live-Comeback des vergangenen Jahres befestigen, aber auch das letzte Mal "The Snow Goose" in seiner Gesamtheit auf die Bühnen bringen. Da sich Camel überdies in der Rheinmetropole lange nicht gezeigt hatten ("das muss in den 1930ern gewesen sein", wie Andy Latimer scherzte), war das Theater am Kölner Tanzbrunnen bei den ersten Tönen der Ouvertüre "The Great Marsh" gut gefüllt.
Eine Abweichung von der letztjährigen Tour war eine traurige Personalie: Bei Keyboarder Guy Le Blanc war vor kurzem eine Krebserkrankung festgestellt worden, er wurde vom Niederländer Ton Scherpenzeel (u.a. Kayak) souverän ersetzt, der auch 1984 und 2003 schon mit Camel getourt ist. Guy wurde denn auch im zweiten Teil "The Hour Candle" gewidmet.

Eine weitere Abweichung bedeutet Meckern auf hohem Niveau: Es ist einfach jammerschade, wenn beim Konzert einer Band, die bekanntlich hohe Ansprüche an sich selbst, ihr Können und nicht zuletzt ihren Sound stellt, ein defekter Teil der PA, vermutlich ein Hochtöner, den Hörgenuss für einen Teil der Zuhörer dauerhaft beeinträchtigt. Jedenfalls war man in der linken Raumhälfte einem lautstärkeabhängigen, aber penetranten hochfrequenten Surren ausgesetzt. Von Kollegen darauf hingewiesen, beteuerte der britische FOH-Mann, dass er da nichts machen könne. Insofern hielt wohl auch er es für ein Problem des PA-Systems. Ein Wechsel des Sitzplatzes im komplett bestuhlten Theater schaffte schließlich Abhilfe, aber halt nur für uns.

Nochmal "... auf hohem Niveau": Es war abermals ein wirklich schönes Konzert mit einem Bühnenhintergrund, dessen Funkeln auch bei einer "Lauras Stern"-Aufführung Ehre eingelegt hätte. Aber es konnte die tiefe Ergriffenheit nicht toppen, die bei Andy Latimer, und die resultierende Rührung, die beim Publikum beim Konzert im belgischen Limbourg spürbar geworden waren. Was ja auch nachvollziehbar ist: damals geschah grad das Wunder einer Live-Wiederauferstehung. Heute gehören Touren und Festival-Slots erfreulicherweise wieder fast zur Normalität und sogar über ein neues Studioalbum spekuliert Meister Latimer in Interviews.

Nach der Pause kamen wie in Limbourg überwiegend die Klassiker mit Gesang an die Reihe, allerdings leicht variiert: es fehlte "Air Born", dafür wurde "Drafted" von "Nude" gegeben. Wieder wechselte für "Never Let Go" Drummer Denis Clement an den Bass und Bassist Jason Hart wie Colin Bass und Andy Latimer an akustische Gitarren. Bei Colin Bass' show piece "Fox Hill" punktete er mit einer charmanten deutschen Anmoderation. Immer wieder ergibt dieser musikalische Spaß einen angenehmen Kontrast zu den überwiegend getragenen bis traurigen Melodien und Sujets des Gesamtprogramms. Abermals schloss das bewegende "For Today" den Hauptteil ab, dem nur noch "Lady Fantasy" als Zugabe folgte.

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Surfempfehlung:
www.camelproductions.com
www.facebook.com/camel.latimer
open.spotify.com/album/0aPZToELVxPY5dUDWFCl4S
de.wikipedia.org/wiki/Camel_(Band)
en.wikipedia.org/wiki/The_Snow_Goose_(album)
www.latimerish.com/p/guitarras.html
reisepartner01.jimdo.com
www.pink-camel.de
www.youtube.com/watch?v=2MmtU6TJuqw
Text: -Klaus Reckert-
Foto: -Klaus Bornemann-


 
 

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