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Konzert-Bericht
 
Danke, Blink!

Jimmy Eat World
Waterdown

Hamburg, Markthalle
05.11.2001
Jimmy Eat World
Der Dank für diesen mehr als gelungenen Abend gebührt Blink 182. Die hätten nämlich heute eigentlich in der Alsterdorfer Sporthalle spielen sollen, Jimmy Eat World wären "nur" deren Anheizer. Doch da die drei Blinkis nicht kamen, kamen eben JEW. Als Headliner! Alright! Ein bunt gemischtes, recht erwachsenes Publikum strömte in die Markthalle und sorgte schon bei Waterdown für eine volle Halle. Die Emo-Corler, die mit "Never Kill The Boy On The First Date" eine großartige Platte gemacht haben und völlig zu recht ein Vertrag mit Victory Records ergattern konnten, boten dann auch eine verdammt starke Show.
Zwar betraten sie vollkommen abgehetzt die Bühne ("Wir sind erst seit zehn Minuten in der Halle, weil wir mit dem Bus im Stau standen!") und mußten auf einen Soundcheck verzichten, doch sonst? Astrein! Kein Wunder, wenn man Knaller wie "Round Two", "The One Thing" oder "June" im Programm hat, kann man auch nicht viel falsch machen. Der Sound war übrigens vorzüglich, beide Stimmen waren glasklar zu hören, kein Wummen und Brummen, wie man es in der Markthalle so häufig ertragen muß. Zu recht bekamen die fleißigen Techniker ihren Extra-Applaus. Die Band war gut drauf, schnackte mit dem Publikum und rockte wie Sau. Nach 30 Minuten war mit "Picketline" Schluß, die Band verließ die Bühne und das Licht ging an. Zugabe-Rufe, die Band kam wieder, Licht aus und die Band teilt dem Publikum mit, daß sie nicht mehr spielen dürfen. Also wieder runter von der Bühne und wieder Licht an...
Dann begann das große Warten. Schließlich kam nicht irgendeine Band, sondern die Band des Jahres, die mit "Clarity" und "Bleed American" zwei 1a-Rock-Scheiben geschaffen hat. Natürlich brach die Menge in riesigen Jubel aus, als Jimmy Eat World endlich zu spielen begannen. Der Großteil des Gigs bestand aus Stücken von den beiden oben genannten Meisterwerken. Highlights waren ganz sicher das recht früh gespielte "Lucky Denver Mint" und die Zugabe "Bleed American" (nicht umsonst wurden gerade diese Songs als Singles ausgekoppelt). Die Stimmung war, genau wie das Publikum, recht erwachsen. Zwar bildete sich vor der Bühne schnell ein Mob, der jeden Song begeistert besprang (die wenigen Diver wurde allerdings etwas zu rabiat von der Bühne getreten), der Rest der Halle aber wippte entspannt, kuschelte sich an den Lebensabschnittspartner oder tanzte fröhlich durch den brechend vollen Club. Euer Gästelisten-Schreibluder stand mit offenem Mund vor der Bühne, rockte im Herzen und schaffte nur einmal den Gang zum Bierstand. Das hat es seit Pearl Jam 1996 nicht mehr gegeben. Aber ich konnte einfach nicht los, wollte jede Note hören und genießen. 70 Minuten lang war es nämlich einfach verdammt groß! Wer sich jetzt (zu Recht!) ärgert, daß er nicht dabei war, kann seinen Fehler auf der im Januar stattfindenden Blink 182-Tour wieder gut machen.
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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