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Atreyu
To The Rats And Wolves

Hamburg, Gruenspan
25.08.2015
Atreyu
Was für ein Paket, was für ein Doppel. Mit Atreyu und To The Rats And Wolves kamen gleich zwei hochgradig spannende Bands ins Gruenspan. Die einen sind nach langer Pause wieder da, die anderen starten gerade durch und haben mit "Neverland" ein tolles neues Album am Start. Am Ende aber wusste nur eine Band zu gefallen. Ach was, zu begeistern. Die andere dagegen - leider gar nicht.
Musikalisch waren To The Rats And Wolves stark wie auf Platte und Lieder wie "Blackout" oder "Suburban Romance" machten durchaus Spaß. Aber: Penetrant geschrienes "Macht Lärm", "Kommt nach vorne" und "Alle Hände hoch"-Gekeife ab dem ersten Moment und eine Wall Of Death vor dem dritten Song mit dann auch weniger als 15 Persönchen wirkten einfach arg und vor allem viel zu albern. Und machten eine Menge kaputt. Dazu verpackte sich der Sechser in lächerliche Bemalungen zwischen Waterworld und Wes Borland und setzte mit ihrem "Remmidemmi"-Cover noch einen drunter. Denn hey, "Remmidemmi", von Deichkind, in Hamburg, der Stadt, aus der der Song kommt und der hier schon durch war, bevor er nur Bremen und dann das ganze Land erreicht hatte. Wusste man in Essen wohl nicht. Wie man auch nicht wusste, dass penetrant geschrienes "Macht Lärm", "Kommt nach vorne" und "Alle Hände hoch"-Gekeife nicht besser werden, nur weil man es eine halbe Stunde konsequent durchzieht.
Wie man es besser macht, zeigten Atreyu. Und das eindrucksvoll. Auch sie animierten, auch sie wollten Hände sehen und Party vom Volk. Doch sie machten es mit Stil und mit Klasse, sie machten es souverän und entspannt. "Wenn ihr feiern wollt dann..." klingt gleich ganz anders. Dazu wurde sich ehrlich bedankt und nicht das Publikum angebrüllt, da wurde leidenschaftlich und authentisch gezockt - und da wurde außerdem das bessere Cover gespielt. "Den nächsten Song hat Jon Bon Jovi geschrieben." Und dann gab's tatsächlich "You Give Love A Bad Name".

Aber Atreyu sind auch alte Hasen. Gegründet 1998 veröffentlichen sie einen Batzen anspruchsvoller Metalcore-Alben, legten 2009 eine Pause ein und sind nun mit einem neue Platte wieder da. "Long Live" erscheint erst am 18. September 2015, hier und heute gab's mit dem Titeltrack sowie "So Others May Live" schon ein bisschen was daraus zu hören. Der Rest war eine Reise in die Vergangenheit. "Crimson" folgte auf "Becoming The Bull", "My Fork In The Road" von "A Deathgrip On Yesterday" von 2006, "Bleeding Mascara" oder "Right Side Of The Bed" von "The Curse" von 2004, am Ende "Lip Gloss And Black" von "Suicide Notes And Butterfly Kisses" von 2002. Atreyu wussten, was die Leute wollten und die Leute dankten mit stetig steigender Begeisterung, die am Ende in pure Euphorie mundete, in einen Pulk aus glücklichen Fans, die hoffentlich nicht noch einmal so lange warten müssen, bis diese Ausnahme-Band wieder unterwegs ist.

Surfempfehlung:
www.longliveatreyu.com
www.facebook.com/Atreyu
www.totheratsandwolves.com
www.facebook.com/totheratsandwolves
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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