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Konzert-Bericht
 
Skandinavischer Pop im Doppelpack

Eskobar
The Crash

Berlin, Columbia Fritz
25.02.2002
Eskobar
Spätestens seit dem Duett "Someone New" mit Heather Nova dürfte die Stockholmer Band Eskobar in Deutschland einem breiten Publikum bekannt sein. War ihr weitgehend akustisches Debütalbum "Till We're Dead" eher noch als Insider-Tip gehandelt worden, so gelang mit der Veröffentlichung von "There's Only Now" und dem Support der letzten Heather Nova-Tour auch hierzulande der Durchbruch. Entsprechend groß war der Publikumsandrang, so daß das Konzert vom eigentlich geplanten Knaack-Club in das weitaus größere Columbia Fritz verlegt werden mußte. Doch auch hier konnten sich die symphatischen Schweden über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Der Gig war restlos ausverkauft.
Den Abend eröffnete die aus Leipzig kommende Band Thermo Kings, denen es mit ihrem kurzen Auftritt leider nicht gelang, das Berliner Publikum zu beeindrucken. In Erinnerung blieb letztlich nur die frappierende Ähnlichkeit des Sängers mit Buddy Holly. Von ganz anderem Kaliber war dann aber der eigentliche Support-Act des Abends. The Crash kommen aus Turku/Finnland, sind dort seit ihrem Radio-Hit "Sugared" in aller Ohren und auch ihr neues Album "Wildlife" ist bereits auf Platz 3 der finnischen Albumcharts zu finden. Heute hatte man nun endlich die Gelegenheit, die Songs des neuen Albums zu begutachten und zumindest das Berliner Publikum war restlos begeistert. Der Band um Sänger und Gitarrist Teemu Brunila gelang es, mit ihren sonnigen Popsongs auf ganzer Linie zu überzeugen. Neben wenigen Stücken ihres Debütalbums "Comfort Deluxe" waren es vor allem die neue Single "Lauren Caught My Eye" oder "Star", die das Publikum begeisterten und so war die Enttäuschung groß, als The Crash nach etwas mehr als einer halben Stunde die Bühne bereits wieder verlassen mußten. Doch zum Trost sei erwähnt, daß The Crash im April/Mai nochmals durch Deutschland touren. Termine, die man jedenfalls nicht verpassen sollte.
Nach kurzer Umbaupause betraten Eskobar, verstärkt durch einen Bassisten und einen Gitarristen, die Bühne. Sänger Daniel Bellqvist trug wie immer seine rote Satin-Bluse und auch wenn sich über modische Aspekte dieses Teiles streiten ließe, so begann das Konzert musikalisch doch wunderbar. Mit der lakonischen Nummer "Why London" begann der Gig und insgesamt boten Eskobar, routiniert aber nicht lustlos, eine gelungene Mischung ihrer beiden Alben dar. Es folgten u.a. "Off The Ground", das gänsehauterregende "Good Day For Dying" oder das nur von Frederik Zäll auf der Akustik-Gitarre begleitete "So Special". In der Zugaben-Runde konnte man sich dann doch noch an "Someone New" erfreuen, das auch ohne den stimmlichen Einsatz von Heather Nova von berauschender Schönheit war. So ging ein gelungener Konzertabend zu Ende, an dem besonders die Finnen von The Crash Sympathiepunkte sammeln konnten. Man darf auf das im April erscheinende Album "Wildlife" und die folgende Tour gespannt sein!
Text: -Carsten Wilhelm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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