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Konzert-Bericht
 
Hamburger Kultursommer

Pennywise
Good Riddance/ Joey Cape

Hamburg, Markthalle/ Hamburg, Hafenklang/ Hamburg, Knust
17.08.2019/ 10.07.2019/ 07.08.2019
Pennywise
Pennywise und Good Riddance und obendrauf Joey Cape von Lagwagon - was nach einem Killer-Lineup klingt, war ein auf drei Tage verteilter Hamburger Kultursommer des Punks. Und ein ziemlich großartiger dazu. Alle drei sind eher selten bei uns zu Besuch, alle hatten mehr oder weniger aktuelle Platten am Start - alle drei musste man sich ansehen. Und betreute am Ende keinen einzigen Besuch.
Joey Cape machte im leider nur halb gefülltem Knust alleine mit seiner Gitarre den Anfang. Im Gepäck hatte er die Songs seines tollen neuen "Let Me Know When You Give Up"-Albums und natürlich manch Song seiner Band: "Alien 8", "Violins" oder auch das neue "Bubble". Zusammen mit alten Solo-Sachen wie "Errands", einem Besuch von seinem Support und One Week Records-Künstler Dani Llamas für "I Know How To Run" sowie "International You Day" von No Use For A Name und manch witziger, manch nachdenklicher Anekdote wie seine emotionale Erinnerung an Elliott Smith wurde es ein richtig schöner, sehr persönlicher, wenn auch mit fast zwei Stunden vielleicht etwas langer Abend.

Kurz danach: Good Riddance. Die alten Recken, die mit "Thoughts And Prayers" ein ebenfalls neues und ein ebenfalls tolles Album am Start haben. Wir rezensierten unter anderem: "Und (fast) jeder Song für sich klingt nur nach den 1990er Jahren, nach jungen, ungestümen Skatern aus Santa Cruz, die sich im Höchsttempo und voller Endorphine durch ihren CaLi-Punk zocken, die dabei was zu sagen haben und bei aller Ernsthaftigkeit einfach eine Menge Spaß haben." Was sie dann auch genau so auf die Bühne des natürlich längst ausverkauften, weil herrlich kleinem Hafenklang brachten. Song auf Song, Hit auf Hit mit "Mother Superior" als persönliches Highlight, Rankin im Powermodus, Sean Sellers als wahnsinnige Schlagzeugmaschine dahinter, ein tobender Mob vor der Bühne. Alles gut also, alles super? Nein, verdammt. Denn egal wo man stand, egal was passierte - Russ Rankin war kaum zu hören. Und kaum ist hier wörtlich gemeint, seine Stimme war viel, viel, viel zu leise und trotz diverser Zwischenrufe, die Vocals doch bitte mal lauter zu machen, blieb sie das auch. Verdammt!

Verdammt, Pennywise sind mal wieder da. Kommt ja nicht so oft vor. Und daher war auch hier: ausverkauft! Und auch hier war super. Aber mit Makel. Denn während Pennywise auf der Bühne waren, gab es nichts, rein gar nichts zu meckern. Man zockte sich durch seine beeindruckende Historie und ein jeder in der Halle feierte sie für "Fuck Authority", "Alien" und "Society", für "Peaceful Day" und "Same Old Story", für "Perfect People" und "No Reason Why". Dazwischen schnackten die Herren munter drauf los, stellten sich "My Own Country" vor (in dem nur Freunde leben, Bier trinken und Bratwurst essen), checkten die Shirts der Zuschauer und sprachen über ihre Lieblingsbands und Einflüsse. Passend dazu sang erst Fletcher erst "TNT" von AC/DC, danach gab’s "Do What You Want" von Bad Religion, später auch noch "Stand By Me" von Ben E. King. Klingt super, war super. Aber nach bereits einer Stunde lief die "Bro Hymn". Und das heißt Ende vom Ganzen, danach kann es keinen Song mehr, danach gab es keinen Song mehr. Die Sache war durch, viel zu schnell, viel zu früh. Verdammt!
Surfempfehlung:
www.pennywisdom.com
www.grpunk.com
www.joeycape.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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