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Konzert-Bericht
 
Achtung, Balken!

Sick Of It All
Rise Against/ Waterdown

Hannover, Faust
21.05.2002
Sick Of It All
Sie sind eine Legende des New York-Harcores, eine unglaublich mitreißende Live-Band und bestehen aus vier einfach netten Herren: Sick Of It All. Seit Ende der 80er Jahre nehmen die Koller-Brüder und ihre Kollegen jetzt schon Platten auf, touren regelmäßig durch die Welt und können jedes Mal begeistern. Und, das sei schon mal erwähnt, auch heute.
Doch erst baten noch zwei interessante Vorbands um Aufmerksamkeit: Waterdown und Rise Against. Erstgenannte hatten allerdings mit dem etwas zurückhaltendem Publikum und dem noch warmen Wetter zu kämpfen. Die meisten Zuschauer hielten sich nämlich bei Pizza und Bier vor dem Faust auf und genossen den Abend. Die paar, die im Club standen, verkrümelten sich lieber an die Seite oder nach hinten an die Bar, anstatt die Band abzufeiern. Das regelmäßige Bitten vom Vocal-Duo Marcel und Ingo, doch etwas weiter nach vorne zu kommen, blieb leider ungehört. Trotzdem, ihre Show war absolut fantastisch, aggressiv und voller Energie. Das Sextett aus Osnabrück zeigte, wie Emo-Core klingen muß, ihre Mischung aus melodischen Gesängen und aggressiven Schreien hätte eigentlich auch SOIA-Fans gefallen müssen. Doch mehr als Applaus war nicht drin. Mit der Zeit füllte sich der Club, der Applaus wurde größer und nach einer halben Stunde war viel zu früh Schluß.

Rise Against bestehen zum Teil aus ehemaligen Mitgliedern von 88 Fingers Louie und spielen eigentlich astreinen Hardcore, mischen aber immer mal wieder Melodic-Punk der Marke Pennywise dazu, was die ganze Sache interessanter machte. Nicht wenige Hannoveraner schienen die Band auch zu kennen und es bildete sich sogar ein kleiner Pit. Das Faust, ein nicht unbedingt gemütlicher, weil sehr hoher Laden, war inzwischen voll, die Party begann langsam zu beginnen und Rise Against hatten den ersten Diver des Abends.

Es gab wirklich nur wenige Augenblicke, in denen Sick Of It All die Bühne mal für sich hatte. Doch die Band genoß jede Sekunde des Konzerts, spielte einen Querschnitt ihrer Karriere. Höhepunkt: "Scratch The Surface". Klar, die SOIA-Hymne überhaupt. Die Leuten flippten von Song zu Song zu mehr aus, es wurde heißer, enger, beweglicher. Die wogende Masse breitete sich langsam nach hinten aus. Es geht doch, die Hannoveraner können ja feiern. Das bemerkte auch Lou Koller und bedankte sich nach jedem Song artig für's Kommen und Party machen. Er erzählte Geschichten, verteilte Wasser und war happy. Und er warnte vor einem Balken bzw. Stützpfeiler, der genau vor der Bühne im Publikum steht. Klingt seltsam, ist aber so. Also tanzten die Leute um diesen herum oder kletterten ihn einfach hoch und schwangen von dort die Faust und sprangen anschließend in die Menge. Die Show war aggressiv, jedoch immer friedlich, richtig gut und - leider - viel zu früh zu Ende. Nach nicht einmal einer Stunde ging das Licht an. Zwar kam Lou noch mal auf die Bühne und klönte mit ein paar Zuschauern, aber trotzdem: 50 Minuten für 15 Euro geht gar nicht!
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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