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Renaissance des Großen im kleinen Kreis

19. Halderner Open Air

Rees-Haldern, Alter Reitplatz Schweckhorst
09.08.2002/ 10.08.2002

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Haldern 2002 - Belle & Sebastian
Haldern hat mal wieder eingeladen, im kleinen Rahmen sich toller Live-Musik zu erfreuen, nett zueinander zu sein, auf dem Lande zu feiern, gemeinsam mit dem freundlichen Diebels. Perfekte Rahmenbedingungen, ausverkauft war es dieses Mal, 6 000 nette Menschen erlebten ein schönes Wochenende - musikalisch zumindest, denn das Wetter ließ dieses Jahr leider zu wünschen übrig. Schade auch, dass Sigur Ros erneut abgesagt hatten, kurzfristig ausgefallen dazu noch Gemma Hayes, aber ansonsten stimmte wieder alles. Schließlich hat man hier nicht umsonst Respekt vor der Freizeit!
Als Festival-Opener standen eigentlich Millionaire auf dem Programm, doch leider steckte die Band im Stau fest, und somit durften die Newcomer Fairfield, die zuvor neben einigen anderen Nachwuchshoffnungen auf dem Talent Truck aufgetreten waren, das 19. Halderner Open Air eröffnen. Danach ging es planmäßig weiter mit der neuen Hoffnung in Sachen British Rock, The Shining. Dahinter verbergen sich u.a. die beiden Simons (Bassist Simon Jones, Gitarrist Simon Tong), vormals in Diensten von The Verve. Ihr Auftritt allerdings schlitterte so gerade noch an einer Katastrophe vorbei, vor allem Sänger Duncan Baxter traf nur selten den richtigen Ton und die Band schien auch nicht unbedingt eingespielt zu sein. Simon Jones bestätigte dies einige Tage nach dem Festival, als Gaesteliste.de die Band zum Interview traf: "Ja, das war nicht unbedingt unser bestes Konzert. Leider hatten wir keinen Soundcheck und wir hatten seit knapp drei Wochen nicht mehr gespielt, deshalb waren wir wohl etwas neben der Spur." Es wird sicherlich noch eine Weile dauern, bis die Band auch live komplett überzeugen kann, und wenn es so weit ist, dürfen wir uns auf schöne Melodien a la Stone Roses, Led Zep, The Verve mit einer gehörigen Portion Groove freuen. (db)

Saybia wirkten danach zunächst leicht unsicher, konnten das aber bald ablegen. Besonders die markante, heiser-melancholische Stimme von Sören Huss verhinderte, dass die bewegenden Songs der Dänen zu einer bloßen Hintergrundtapete verkamen. Ein beseelter Auftritt von einer beseelten Band – und somit bereichernd für die, die es hören wollen. (ls)

Passend dazu war der nächste Act eine Band der großen Gesten. Nachdem The Electric Soft Parade in England für ihr Debütalbum "Holes In The Wall" auf der Insel bereits durch Vergleiche mit Supergrass, Radiohead und Super Furry Animals geehrt wurden, konnten die Herren aus Brighton auch in Haldern überzeugen. Es regnete zwar keinen Goldstaub vom Bühnendach - angenehme Abendunterhaltung bot der typisch britische Breitwand-Pop der Band aber dennoch. (cw)

Ian Brown, bekannt natürlich als Ex-Sänger der Stone Roses, erfreut sich auch mit seinen bisherigen drei Solo-Scheiben großer Beliebtheit - auch zu erkennen an der großen Fangemeinde, die auf den Auftritt des Meisters wartete -, allerdings auch nur in konservierter Form. Dass Browns Gesangsfähigkeiten live auf der Bühne nicht die besten sind, sollte spätestens seit seinen Auftritten mit den Stone Roses bekannt sein, aber was hier geboten wurde, war fast schon eine Frechheit. Auch nur einen Ton richtig zu treffen, das gehörte wohl nicht zu seinen persönlichen Zielen an diesem Tag. Songmäßig gab es einen bunten Mix aus allen Alben, der von einer vielköpfigen Band in ordentlicher Form präsentiert wurde - bis auf den Gesang natürlich. Wichtiger schien ihm zu sein, das ganze Set hindurch Mancunian-Style-mäßig über die Bühne zu schaukeln. (db)

Wie Brown darf man auch Supergrass inzwischen zur Kategorie "Survivor" zählen. Sie zelebrierten ihren Sound direkt aus der Vergangenheit schon lange bevor "Retro" zum geflügelten (Schimpf-) Wort wurde und werden das wohl auch noch tun, wenn die Marketingabteilungen der Plattenindustrie den nächsten angesagten Style ausgerufen haben. Dass die Mannen um Gaz Coomes eine ideale Festivalband sind, ist seit langem bekannt, und auch wenn sie an diesem Abend eine Reihe Songs aus ihrem im Frühherbst kommenden neuen Album präsentierten, gab es dennoch vor allem eines: Jede Menge Hits und immer schön auf die 12! Egal ob mit "Pumping On Your Stereo" oder "Moving" gleich zu Beginn oder dem finalen Überkracher "Caught By The Fuzz" - solange Supergrass auf der Bühne standen, war beim Publikum Party angesagt. (cw)

Die sanften Töne Savoy Grands ließen im Anschluss schon nach den ersten Takten ein seeliges Lächeln in vielen Gesichtern erwachen. Die Band klang im ersten Augenblick sehr britisch, klar definiert, sehr emotional. Obwohl jeder Song nach dem Prinzip "so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig" konzipiert schien, kamen erstaunlich viele Instrumente zum Einsatz: Akkordeon, Trompete, Synthie, Sampler, ein Xylophon (u.a. mit Geigenbogen bearbeitet...). Großes Lob an dieser Stelle auch an den Lichtmeister, der sich schwer ins Zeug legte und die Stimmung perfekt auffing. Die Briten waren sichtlich erfreut über die Atmosphäre, die sie erzeugten: Nachdenklich, liebenswert, fast still. Mit Savoy Grand tut ein verregneter Samstagnachmittag bestimmt viel schöner weh... Und ein trüber Freitag am Niederrhein rein gar nicht. (kr)

Man hatte ja schon befürchtet, dass ein banaler Stau irgendwo zwischen Belgien und Deutschland für den Verlust des Auftritts von Millionaire verantwortlich bleiben würde. Doch die Band hatte zwar lange im Stau gestanden, wollte aber - wenngleich zu nachtschlafender Zeit weit nach 2.00 Uhr - unbedingt noch spielen. Und das taten sie, aber wie! Man konnte förmlich riechen, was sie auf dem Weg aus dem heimischen Belgien an Anspannung aufgebaut hatten. Irgendwoher musste ja diese Energie kommen: Ein Konzert, das genauso gut in den späten 70ern oder frühen 80ern hätte stattfinden können. Laut, rotzig und ohne Rücksicht auf Verluste wurden große Teile des Albums "Outside The Simian Flock" auf die Menge losgelassen. Frontmann Vanhamel gab den Ton an und riss das ein wenig benommene Publikum (Savoy Grand hingen noch in der Luft...) einfach mit. Ein kurzes Konzert, zugegeben, aber mit allem Drum und Dran. (kr)

Der zweite Tag des Haldern Open Air wurde von einem hinreißenden Set der Isländer Leaves eröffnet - leider vor einer eher geringen Kulisse, denn es war noch früh am Tag, es hatte die Nacht durch geregnet, viele lagen noch in den Zelten. Die Leaves konzentrierten sich sinnvollerweise auf die lauten, rockenden Songs ihres Repertoires - nur eine ruhige Nummer wurde eingeschoben und ein neuer Song vorgestellt. Ihre sonst melancholischen Stücke des Kalibers Radiohead, Elbow oder Coldplay wären zu dieser frühen Festivaltageszeit auch die falsche Wahl gewesen, und so wurde munter drauflos gerockt. Von den Leaves werden wir hoffentlich noch viel Gutes zu Gehör bekommen. (db)

Dann Kontrastprogramm mit der Mull Historical Society: Colin McIntyre war blendend gelaunt und zelebrierte nicht nur mit Inbrunst und viel Humor großartige Popsongs wie "This Is Not Who We Were", sondern warb - sicher nicht zur Freude des Hauptsponsors - auf der Bühne für die Pils-Konkurrenz aus Bremen! Und spätestens, als er sich - mit Elchmütze auf dem Kopf und Plastiktier unter dem Arm - mit dem hymnischen "Mull Historical Society" verabschiedete, wollte so mancher Mitglied im Club der liebenswert-verrückten Schotten werden. (cw)

Joseph Arthur war auch in Haldern nicht jedermanns Sache. Die Art, mit der das introvertierte Wunderkind da zu Werke ging, war nämlich ganz schön autistisch angelegt. Mittels eines riesigen Arsenals an Samplern und Effektgeräten baute sich der Mann eine Traumwelt an Loops, Sounds, Songs, Klängen, Stimmen und Gesang auf. Eine Traumwelt, die Zeit brauchte und Geduld forderte. Hinzu kam, dass man in Haldern die o.a. Gerätschaften nicht sehen konnte, was dann für Unvorbelastete so aussah, als sänge der Meister alleine zur akustischen Gitarre und Bändern. War aber nicht so: Das kam alles 100%ig live. Wer sich indes auf Josephs gemütliche Art einließ, der konnte sich der hypnotischen Faszination nicht entziehen, die sein Werk ausstrahlte. Natürlich ist Arthur von Stimmungslage und Tagesform abhängig, und die war in Haldern - in Schulnoten ausgedrückt - ca. 3+. Insgesamt reichte das nicht, die Massen per se an sich zu binden - bei Interessierten und Aufgeschlossenen sah man indes manche Freudenträne. (um)

The Cooper Temple Clause bemühten sich redlich, ein wenig Tumult in den besinnlichen Nachmittag zu bringen. Sänger Ben Gautrey wirkte, als hätte er Bier geraucht, zappelte hektisch und versuchte mehrmals halbherzig, einen Gitarrenständer zu zerstören. Beim Finale mit "Let's Kill Music" kletterte er am Bühnengerüst hoch, blieb allerdings - wohl aus Rücksicht auf seinen Rauschzustand - in ungefährlicher Höhe. Am Ende wurde zwar niemand Zeuge einer Rebellion, hat sich dafür aber prächtig unterhalten gefühlt. (ls)

Zita Swoon aus Belgien überraschten anschließend mit einem vollständig akustisches Set. Zeitweise mit drei Gitarren gleichzeitig (eine davon von Björn Erikson virtuos im Sitzen gespielt) und - nach Cooper Temple Clause - mit erträglicher Lautstärke, trugen sie einige ältere Stücke, vor allen Dingen aber Material vom kommenden Album vor. (Dieses wird NICHT akustisch sein!) Auch eine Coverversion von PJ Harvey wurde im schrammelnden Gypsy-Kings-Modus präsentiert. Das machte Sinn und überzeugte auch die, die Zita Swoon vielleicht noch aus ihrer eher fragmentarischen Anfangsphase her kannten. Songwriterisch, spiel- und kleidungstechnisch haben die Jungs im Laufe der Jahre jedenfalls enorme Fortschritte gemacht. (um)

Gomez machten danach zwar ihre treuen Fans in den ersten Reihen glücklich, aber die breite Masse der Zuschauer konnten sie nicht wirklich mobilisieren, und so verpuffte ihr Auftritt trotz ihrer streckenweise erstaunlich ohrwurmigen Retro-Rock-Nummern, Ben Ottewells markanter Stimme, fliegendem Instrumentewechsel und einem Schuss britischen Humors leider etwas. Symptomatisch der Schluss: Joseph Arthur hatte es zuvor kaum abwarten können, bei seinen Freunden ein Gastspiel an der Feedback-Gitarre zu geben - allerdings bekam der Mixer dieses überhaupt nicht zu greifen, so dass dieser Gag leider zu einer Pantomimen-Nummer verkam. (cw/um)

Und dann endlich die Band, auf die - zumindest wenn man nach der Anzahl der Band-T-Shirt-tragenden Zuschauer geht - die meisten gewartet hatten: Belle & Sebastian. Bei ihrem zweiten Auftritt in Deutschland überhaupt präsentierten sich Stuart Murdoch und sein vielköpfiges Ensemble aus Glasgow in Bestform. Da konnte ihnen selbst der miserable Sound bei den ersten Stücken nichts anhaben. Mit Songs wie "Sleep The Clock Around" ist man halt immer auf der sicheren Seite. Geben sich die Schotten auf ihren Platten und bei ihren wenigen Interviews gerne introvertiert und verträumt, überraschten sie in Haldern mit einer nahezu perfekten Setlist, auf der neben Alltime Favourites wie "Me And The Major", "Dylan At The Movies" oder "Wrong Girl" auch der länger nicht gespielte Publikumswunsch "Seymour Stein" und - als Tribut an das deutsche Publikum - Kraftwerks "The Model" standen. Zwischendurch zeigte sich Stuart fast ungewohnt humorvoll, machte Ansagen auf Deutsch (angeblich hatte ihm die ein Mann aus Zaire auf der Zugfahrt zum Festival aufgeschrieben!) und versprach der verzückten Menge, bald eine komplette Deutschland-Tournee zu spielen. Beim großen Finale mit "Legal Man" durften dann sogar zwei Kids aus dem Publikum auf die Bühne. Der perfekte Festivalauftritt! (cw)

Nachdem Belle & Sebastian schon für einen großartigen Moment gesorgt hatten, war die Spannung groß, was The Notwist bieten würden. Angekündigt wurde ein Set inklusive Bläser-Sektion - zu sehen waren dann zwei Saxophonisten, die den Stücken noch das gewisse Extra einhauchen konnten. Ein "elektronischer" Auftritt würde dies sicher nicht werden, und so bewiesen The Notwist einmal mehr, dass sie live richtig rocken können. Im Mittelpunkt standen die Songs vom aktuellen Longplayer "Neon Golden", aber auch alte Klassiker wie "Day 7", "Puzzle", "Nothing Like You" und auch "One Dark Love Poem" wurden im großen Rockoutfit präsentiert. Passend dazu trug Bassist Micha Acher ein Motörhead-T-Shirt und headbangte nahezu das ganze Konzert durch. Console aka Martin Gretschmann vergnügte sich wiederum am sexy Apple-Notebook, ein Percussionist sorgte für die Extra-Einlagen der Rhythmus-Sektion und Max Punktezahl von Combo Contriva bereicherte den Sound mit Extra-Gitarren und Keyboards. Respekt an The Notwist für einen weiteren grandiosen Auftritt und eine 1-A-Rock-Show. (db)

Besser konnte es danach nicht mehr werden, aber da The Notwist bei aller musikalischen Größe nicht unbedingt die ideale Festivalband sind (außer vereinzelt eingestreuten "1000 Dank" kam Markus Acher nicht viel über die Lippen), waren die Veranstalter gut damit beraten, zum Ausklang des zweitägigen Happenings noch eine Band einzuladen, die auch showtechnisch die großen Gesten beherrscht. Doves zogen auf ihrem Rundkurs durch vier Jahrzehnte Brit-Pop alle Register und sorgten so für einen würdigen Abschluss des Festivals. (cw)

Viel war zuvor über Größe und Line-Up des Festivals diskutiert worden - im Nachhinein kann man sagen, dass die Veranstalter einmal mehr alles richtig gemacht haben. Zwar zündeten nicht alle von der Papierform großen Namen, aber dafür sprangen andere Bands in die Bresche und sorgten für unerwartete Highlights. Ganz so, wie man es in Haldern gewohnt ist: Keine kommerzialisierte Massenabfertigung mit vorbestimmtem Ausgang, sondern eine individuelle Entdeckungsreise. Nächstes Jahr wieder. Versprochen!

Nachgehakt bei: Stefan Reichmann

Passend zum Festival sprach Karina Reents für Gaesteliste.de mit Stefan Reichmann von den Haldern-Veranstaltern Raum 3 über Erfolge, die Zukunft und die Renaissance des Kleinen.

GL: Das Festival findet dieses Jahr zum 19. Mal statt. Wann hattet ihr denn das Gefühl, ihr habt es geschafft? 1991 mit Bob Geldof?

Stefan: Ja, da waren wir natürlich einen großen Schritt weiter. Musikalisch geschafft... das ist natürlich ne gute Frage. Richtig gut geschafft, obwohl wir nachher unterm Strich weniger über hatten, war eigentlich '96, mit Blumfeld, Tocotronic, Dave Matthews Band etc.

GL: In eurem Forum stand zu lesen, dass sich die Geister an der Größe des Haldern-Festivals scheiden. Manche regen sich auf, dass es zu groß geworden ist, andere finden, das kann nicht schaden - wie seht ihr das?

Stefan: Na ja, das ist jetzt das Limit. Wir haben jetzt ja schon richtig reagiert. Wo wir letztes Jahr Travis als absoluten Headliner hatten, haben wir dieses Jahr keinen, haben wir noch mehr auf Qualität gesetzt. Und wir wissen jetzt, der Ansturm auf Karten ist fünfmal so groß, das hängt damit zusammen. Und das ist eben die Renaissance des Kleinen, so würde ich das Ganze nennen. Gerade im Zuge der Globalisierung, dieses Sich-nicht-mehr-Auskennen, das verunsichert die Leute. Und deswegen mögen die, glaub ich, eigentlich auch das Kleine.

GL: Und wie ist so die Prognose für die Zukunft?

Stefan: Es gibt gewisse Konstanten: Das wird alles in unserer Hand bleiben, das wird kein Amerikaner jemals kaufen können... Ganz wichtig ist, dass wir das so hemdsärmelig weiter machen wie bisher, dass wir musikalisch auf unsere eigene Nase vertrauen und dass wir weiter viel Spaß an der Sache haben, dass viele Sachen umgesetzt werden können. Die Prognose ist eigentlich gigantisch, wir merken gerade, dass das, was wir auch praktizieren, so was ist wie die Renaissance des Kleinen. So ein überschaubarer sozialer Kosmos, den auch jeder versteht, und was man nachvollziehen kann, wo man ganzheitlich denkt. Ganze Prozesse, zum Beispiel, wie man Bratkartoffeln macht. Wir drehen hier gerade einen Spot, wie Bratkartoffeln hergestellt werden - wir wollen damit eigentlich ausdrücken, dass man weiß, wo etwas herkommt, dass es ein gewisser meditativer Zustand sein kann, wenn man so was herstellt, und dass das Spaß machen kann!

GL: Was möchtest du denn noch dem durchschnittlichen Festivalbesucher ans Herz legen wollen?

Stefan: Hm, dass man vielleicht die Sache erkennen soll, dass man sieht, dass hier im Prinzip ein kleines kulturelles Biotop entsteht, und dass man sich in Biotopen entsprechend verhält. Dass man auch nachvollziehen kann, was hier passiert, dass es wirklich nicht der absolute Kommerz ist. Wir appellieren natürlich immer indirekt an die Leute, so wenig Müll wie möglich zu machen. Nicht, dass wir noch so vier Wochen aufräumen müssen. Das ist im Prinzip das Einzige, aber das klappt schon sehr gut. Sie sollen es einfach genießen, und es ist durchaus in Ordnung, wenn man vier Stunden in der Hängematte liegt und keine Band kuckt. Eben Respekt vor der Freizeit.

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Text: -Gaesteliste.de Festival Patrol-
Foto: -Ullrich Maurer-


 
 

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