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Sport
Spillsbury

Berlin, Magnet
30.08.2002
Sport
Zwei außergewöhnliche Hamburger Bands gaben sich an diesem lauen Sommerabend im Berliner Magnet Club die Ehre. Eingeladen hatten die Macher des wunderbaren Verunsicherungsfestivals unter dem Motto "Sommergewitter" und angesichts der Besetzung durften sich die zahlreichen Besucher wenigstens auf ein Live-Gewitter freuen.
Den Anfang machten Spillsbury, das neueste Pferd im Stall des Hamburger L'Age D'Or-Labels. Und wie schon so oft beweisen dessen Macher ihre ausgeprägte Spürnase. Denn während die Major-Konkurrenz mit allen Mitteln versucht, ihren 80s-Revival-Produkten a la Mia. Authentizität einzuhauchen, wissen Tobi und Zoe von Spillsbury, was echte Wut ist. So kann Aufruhr im neuen Jahrtausend aussehen. Die beiden legten jedenfalls einen Auftritt hin, den man so schnell nicht vergessen wird. Und das ganze war weder ein ewig gleicher Aufguss alter NDW-Heroen, noch ein schlichter Rock-Gig. Bewaffnet mit einer Bassgitarre, Drumsamples und der quirligen Sängerin Zoe zogen Spillsbury durch ein Set, das kaum Zeit zum Luftholen ließ. Aggression pur und der sichere Beweis, dass zwischen Dancefloor und Moshpit manchmal nur Zentimeter liegen können. Stimmlich irgendwo zwischen Ideal mit abwechselndem Jungen/Mädchen-Gesang finden Spillsbury ihre Nische. Und eigentlich kann man das Ganze nur als Hardcore-Variante von Bis bezeichnen. Großartig also! Und leider recht schnell vorbei. Aber von diesen beiden wird man noch hören. Auf jeden Fall!
Auch die zweite Band des Abends darf getrost als etwas Besonderes bezeichnet werden. Sport aus Hamburg waren für die einen ein ewiger Geheimtipp, für die anderen wenig mehr als ein Kante-Seiten-Projekt. Was definitiv falsch ist. Richtig ist, dass Felix Müller auch Gitarre bei Kante spielt. Nicht mehr und nicht weniger. Musikalisch verbindet Sport erstaunlich wenig mit den üblichen Vertretern der Hamburger Schule. Amerikanisch geprägten Indie-Rock mit deutsch/englischen Texten bekommt man hier geboten. Lange hat es gedauert, bis die Debütplatte "These Rooms Are Made For Waiting" endlich erschien und auch live war Sport außerhalb Hamburgs kaum zu Gesicht zu bekommen. Doch das lange Warten hat sich gelohnt, denn live wussten die drei Hamburger voll zu überzeugen. Stücke wie "Hitze, Rot" oder "Schöner Wohnen" konnten live ihre ganze Wucht entfalten und auch für alte Fans gab es so manchen Song, den man lediglich von frühen Demos her kannte. Fein! Festzuhalten bleibt, dass Hamburg immer wieder großartige neue Bands hervorbringt.
Surfempfehlung:
www.diegruppesport.de
www.spillsbury.de
Text: -Carsten Wilhelm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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