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Sonne? Regen? Musik!

Bizarre Festival 2000

Weeze, Flughafen Niederrhein
18.08.2000
Sollte man eine optische Entsprechung für das am Wochenende stattgefundene Festival finden, dann bediene man sich einfach am Wetter! BIZARRE 2000, das waren eine ganze Menge Sonnenschein, mehrere kurze und heftige Regengüsse, sowie vereinzelte Wolken am Weezer Himmel.
Von den meisten mit grosser Spannung erwartet wurde natürlich das neue Gelände, ein stillgelegter Militärflughafen in der Nähe der niederrheinischen Kleinstadt Weeze, kurz vor der deutsch-holländischen Grenze gelegen. Was hatte man nicht schon alles im Vorfeld gehört. Vom bisher schönsten und grössten aller BIZARRE-Locations war da die Rede, gleichzeitig aber auch von einem Festival der kurzen Wege. Zunächst war es ob der gewaltigen Ausdehnung des Geländes nicht einfach, überhaupt erst einmal einen Überblick zu bekommen. Die Camping-Area, ein langer Schlauch entlang den Rollbahnen, bot tatsächlich genügend Platz für die ca. 27.000 Menschen und selbst Besucher aus den äussersten Winkeln des Platzes hatten einen Fussweg von maximal lediglich 20 Minuten bis zum Haupteingang zurückzulegen. Dort angekommen, eine recht zügige Einlasspolitik hinter sich gebracht, war bereits die Mainstage unübersehbarer Mittelpunkt. Auf dem Gelände selbst viel Grün, betonierte Wege und Böden zwischen, bzw. vor den einzelnen Bühnen, einer Schlammschlacht vorbeugend. Gewöhnungsbedürftig und ein wirklich anderer Anblick die übriggebliebenen Reste einiger Militäranlagen wie die kaum zu übersehenden Bunker und ein alter Kontrollturm. Als kleinen Nachteil bemängelten einige Besucher, dass ausgerechnet der Weg zwischen den beiden Hauptbühnen doch recht weit war, ein zappen oder hoppen somit ziemlich umständlich. Ein Umstand auch, der uns gleich am ersten Tag Kopfzerbrechen bereitete.

Denn nachdem SOULWAX, BECK, die allgegenwärtigen MUSE sowie WEEN recht solide Sets zur Eröffnung präsentierten, standen am frühen Abend mit MOLOKO und PLACEBO zeitgleiche Highlights an. Während MOLOKO nach der schon recht lange währenden TorTour nicht mehr so frisch wirkten wie noch einst im Mai dieses Jahres, trotzdem aber zu Recht gnadenlos abgefeiert wurden und ihr Set traditionell mit einem SING IT BACK-Singalong beendeten, überzeugten die Briten um Brian Molko mit einigem an neuem Material. Die Songs aus der kommenden Scheibe BLACK MARKET MUSIC konnten live durchaus überzeugen und passten sich gut in das Gesamtbild der Band ein. Auf die kommende Tour im Herbst darf man sich freuen. Nachdem FREUNDESKREIS mit einer entspannten Show und vielen Freunden auf der Bühne begeisterten, folgte im direkten Anschluss für viele auch schon der erste kalte Regenguss in Form des Nichterscheinens der undercover erwarteten BLOODHOUND GANG. Diese, angekündigt unter dem Pseudonym FEVER BEARD, liess ihre zahlreich erschienenen Fans fast wortwörtlich im Regen stehen. Grund dafür soll gerüchteweise das zu frühe Bekanntwerden des Auftrittes und eine damit verbundene Missstimmung des Tourveranstalters gewesen sein. Eine unausgegorene Situation, die schnell den faden Beigeschmack bekommt, dass dem Kartenverkauf nachgeholfen werden sollte. Optische wie akustische Genüsse danach die Auftritte von UNDERWORLD auf der Hauptbühne sowie MOBY im schier vor Menschen berstenden alten Flugzeughangar, der die SECOND STAGE beherbergte. Eine lange Nacht im erstmals angebotenen ELECTRONIC MUSIC CAMP endete schliesslich am frühen Samstagmorgen mit den entspannten Chill-Out Klängen JOSE PADILLAS nachdem LAURENT GARNIER und vor allem auch PAUL VAN DYK für mächtig fette Beats im Bauch sorgten.

Text: -Michael Kellenbenz-



 
 

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