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Mad Sin
Peter Pan Speedrock

Hamburg, Logo
25.10.2002
Mad Sin
Es war der Abend vor meiner Abi-Sport-Prüfung, als Faith No More in der Hamburger Markthalle spielten. Die Prüfung war wichtig. Aber es waren Faith No More! Und ich habe trotzdem bestanden. Eine mir völlig unbekannte Band namens Mad Sin machte damals den Support. Mit Kontrabass, Feuer und einem ziemlich durchgeknallten Sänger. Die Zuschauer waren entweder enthusiastisch begeistert oder fanden es einfach katastrophal schlecht. Reaktionen dazwischen gab es nicht. Kein "okay", kein "na ja", kein "ganz gut". Diesmal waren Mad Sin die Headliner. Wieder gab es Kontrabass, Feuer und einen ziemlich durchgeknallten Sänger. Und wieder kein "ganz gut". Alle waren wegen Mad Sin gekommen und so ziemlich alle waren restlos begeistert.
Nach einer recht langweiligen Social Distortion-Kopie betraten Peter Pan Speedrock die Bühne. Wüst war es, und laut und schnell und hart. Speedrock eben. Einige der Skins und Punks und Billys tanzten ausgelassen vor der Bühne, der Großteil der vielleicht 300 Zuschauer widmete sich aber lieber Bier, Konservation und Tollen-Grand-Prix. Erst als Mad Sin-Front-Koloss Köfte als Gast auf die Bühne kam, schauten auch die in Richtung Bühne. Die gut einstündige Show der Holländer war an sich schon okay, nur die Musik leider ein wenig eintönig. Es konnte also nur besser werden.
Und das tat es dann auch. Mad Sin, ja, sie sind eine richtig gute Live-Band. Das liegt (fast) allein an Sänger Köfte. Schon wegen Statur, Outfit und Frisur war er der unumstrittene Mittelpunkt. Er grölte, schrie und sang sich immer mehr in Rage, tobte über die Bühne, stopfte sich das Mikro in den Mund und zeigte, was ein Frontmann machen muss: unterhalten! Die übrigen Sins waren eher schmückendes Beiwerk und fielen - bis auf die wundervoll wippende Mega-Tolle von Sechs-Saiter Tex Morton - nicht weiter auf. Das Logo-Völkchen war sofort in bester Stimmung, schon nach den ersten Akkorden setzte es sich in Bewegung. Und wenn ins fast ausverkaufte Logo erst mal Bewegung kommt, ist beschwerdefreies Trinken kaum noch möglich. Egal wo man sich befindet. Doch es war nicht der Pogo, den gab es nur ganz vorn. Überall wurde fleißig gewippt, das Haupt geschüttelt, ab und an die Faust in Luft geragt und auf der Stelle getanzt. Musikalisch gab es einen bunten Querschnitt aus der schon ewig langen Mad Sin-Geschichte. Das heißt Psychobilly mit viel Punk und Rock'n'Roll. Zum Tanzen, Wippen und Schauen. Ganz große Augen gab es dann, als gegen Ende der Show endlich der Feuerspucker kam und versuchte, die niedrige Logo-Decke in Brand zu setzen. Vergeblich.
Surfempfehlung:
www.madsin.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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