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Hooverphonic

Bochum, Bahnhof Langendreer
04.11.2002
Hooverphonic
Hooverphonic, in ihrer Heimat Belgien schon fast Superstars, haben mit ihrem aktuellen Album "Hooverphonic Presents Jackie Cane" eine Art Pop-Musical veröffentlicht, und dies galt es nun, amtlich auf die Bühnen der Republik zu übertragen. Dieser Einladung folgten in Bochum nur recht wenige Interessierte - alle, die nicht vor Ort waren, haben eine perfekte und gelungene Unterhaltung verpasst. Schon der üppige Bühnenaufbau - rote Vorhänge im Hintergrund, weiße Lichtsäulen in verschiedenen Ecken, ein "Jackie Cane"-Schild im Hintergrund - ließ auf eine ebenso große Darbietung hoffen.
Nach dem Intro "Jackie's Delirium" betraten zunächst sechs Herren die Bühne, um ihre Instrumente in Beschlag zu nehmen: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard, sowie diverse Blasinstrumente - es würde also ein ordentlicher Live-Band-Sound folgen. Hauptperson des Abends war natürlich Sängerin Geike, die passend zum Vorhang in ein schönes rotes Kleid gehüllt war. Soviel zu den Äußerlichkeiten.
Hooverphonic
Musikalisch wurden hauptsächlich Stücke des aktuellen Albums dargeboten, hinzu kamen ausgewählte Songs aus den vorherigen drei Alben, wobei den alten, eher elektronischen Songs (z.B. "2 Wicky") dank des Band-Sounds neues Leben eingehaucht wurde. Insgesamt war der berühmte rote Faden in allen Songs des Abends zu spüren, denn der allgemeine Sound war recht jazz-beeinflusst, mit ein paar Abstechern in Easy Listening - kein Wunder, denn die beiden Herren an den Blasinstrumenten trugen einen Großteil dazu bei. Über allem hing Geike's großartige Stimme, die auch live alle Nuancen und Facetten der Album-Aufnahmen schafft. Für den Abschluss des regulären Sets haben Hooverphonic zwar einen Song gewählt, den man besser nicht mehr covern sollte (weil dies einfach schon zu oft getan wurde), aber "Femme Fatale" von Velvet Underground & Nico wurde gebührend gefeiert. Ein ergreifender Höhepunkt des Abends war sicherlich die fast-a-capella-Version von "Vinegar & Salt": Mit leiser Keyboard-Begleitung sang und durchlitt Geike jede Zeile, und wem dabei nicht die Knie weich wurden, muss einfach gefühlskalt sein. Mit "The Kiss" wurde dann das Finale eingeläutet, die komplette Band (die übrigens bester Laune war und öfters untereinander Späße auf der Bühne austeilte - besonders, nachdem Geike vergessen hatte, das Mikro einzuschalten...) verneigte sich und das Publikum bedankte sich für elegant vorgetragene Unterhaltung auf hohem Niveau.
Surfempfehlung:
www.hooverphonic.com
www.sonymusic.de/hooverphonic
Text: -David Bluhm-
Fotos: -Honza Vesely-


 
 

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