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Konzert-Bericht
 
Shine On

The Raveonettes

Köln, Gebäude 9
22.04.2003

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The Raveonettes
Der neue musikalische Export aus Dänemark namens The Raveonettes hat es wahrlich in sich - sie haben sich strenge Regeln auferlegt, was das Songwriting betrifft: a) Alle Songs sollten in der gleichen Tonart - B-Moll - eingespielt werden, b) Maximal drei Akkorde, c) Alle Songs unter drei Minuten Spielzeit und d) Keine Hi-Hats oder Becken. Bei diesen Einschränkungen ist allerdings die Melodie nicht untergegangen, auch wenn man sich ein wenig anstregen und genauer hinhören muss, um sie zwischen dem ganzen Feedback und dem White Noise zu entdecken. Und verzerrte Instrumente gab es beim Konzert in Köln reichlich.
Die Raveonettes sind eigentlich ein Duo, bestehend aus der coolen, großen Bassistin Sharin Foo und dem Gitarristen Sune Rose Wagner. Gesungen wird immer gemeinsam, fast My Bloody Valentine-mäßig. Auf der Bühne werden sie von einem zusätzlichen Gitarristen und einem Drummer - der auch die geschickt eingestreuten Samples bedient - unterstützt. Die ersten Töne, die zu vernehmen waren, sollten auch gleich die Richtung des Abends andeuten: Gitarren-Feedback und White Noise. Ganz im Stile von The Jesus And Mary Chain, was Sune auch noch mit der perfekten Reid-Brothers-Pose (beim Gesang die Augen zu, beide Hände um das Mikro, und wahlweise leidend oder konzentriert wirken) untermalte. Die Songs der bisher veröffentlichten Mini-LP "Whip It On" wurden live zwar nicht großartig verändert - z.B. verlängert -, aber sie kamen natürlich aufgrund des Line-Ups und der Lautstärke entsprechend rockiger und rauher daher. Trotzdem schafften Sharin und Sune es, die Gesangs-Melodien durch diese Krach-Wand dringen zu lassen und so einen wohltuenden Gegenpol zu kreieren. Nach einer knappen halben Stunde war dann auch vorerst Schluss, was sich die Leute im gut gefüllten Gebäude 9 nicht gefallen ließen und Zugaben forderten - diese sollten sie auch bekommen, und zwar in Form von umwerfenden Versionen von "Cops On Our Tail" und "Beat City", das sich auch noch am Ende in Buddy Hollys "Everyday" (!) verwandeln sollte, allerdings nur eine Strophe lang - danach landeten die Gitarren in den Verstärkern. Nach 45 Minuten war die Show endgültig vorbei, und jeder der Anwesenden konnte sich darüber freuen, eine großartige Rock N Roll-Band aus Dänemark live gesehen und erlebt zu haben.

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Surfempfehlung:
www.theraveonettes.com
www.sonymusic.de/artist.php?id=1091020&lang=deu
Text: -David Bluhm-
Foto: -Ullrich Maurer-


 
 

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