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Rx Bandits
The Exit

Hamburg, Molotow
30.04.2003
Rx Bandits
Wow! Anders kann man diesen Abend irgendwie nicht beschreiben. Das war Punk in den Mai in der Deluxe-Ausgabe. Und zwar im Doppelpack. Okay, The Exit reichen nicht an die RX Bandits heran und sind auch nicht so wirklich Punkrock. Doch gut sind sie. Verdammt gut. Und die RX Bandits sind eh eine sichere Bank. Schließlich haben die Drive-Thru-Jungs und Label-Kollegen von The Starting Line, Something Corporate und Finch mit "Progress" ein kleines Reggae-Punkrock-Meisterwerk geschaffen. Solch eine Combo-Kombination in einem Club wie dem Molotow nennt man dann wohl beste Vorrausetzungen.
In Berlin einige Tage zuvor besuchten dieses Package allerdings lediglich 36 zahlende Zuschauer. Seltsam. Doch in Hamburg waren es weit über das Doppelte und schon bei The Exit war es im kleinen Molotow, das sich immer mehr zum besten und häufigst gebuchten Live-Schuppen der Hansestadt mausert, schön voll. Musikalisch bewegen sich die Exiter irgendwo zwischen Jimmy Eat World, den Rival Schools (auch optisch wirkt Vokalist Jeff DaRosa wie ein junger Walter Schreifels) und Finch, qualitativ im oberen Drittel der Emocore-Wasauchimmer-Liga. Runde 40 Minuten rockte das New Yorker Trio die schönsten Stücke ihrer "New Beat"-Scheibe und freuten sich sichtlich über den stetig wachsenden und wirklich ernst gemeinten Applaus. Immer wieder betonten sie, was für einen Spaß sie hatten, bedankten sich beim Publikum und den Bandits, dass diese sie mit auf Tour genommen haben und zum Abschluss gab es einen Song, der so neu ist, dass er noch nicht mal einen Namen hat. Aber der, man kann es sich denken, war genau wie die ganze Show richtig gut. Eine Band mit Zukunft, keine Frage.

Die RX Bandits müssten eigentlich schon jetzt eine große Nummer im Melody-Punk-Zirkus sein. Sind es aber nicht. Das ist gemein. Und das ist unverständlich. Sie haben so viel Potential und so ein feines Händchen für Melodien, dass sich das aber bald ändern sollte. Die neue Scheibe erscheint im Sommer und dann heißt es Daumen drücken. Bis es soweit ist, konzentriert man sich auf die aktuelle 2001er-Scheibe "Progress". So begann das Konzert mit dem Kracher "Who Wouldn't Thought" und auch im Laufe der folgenden Stunde waren es die bekannten Nummern wie "All The Time", "Nugget" oder natürlich "Analog Boy", die am kräftigsten abgefeiert wurden. Und zwar sehr kräftig. Da wurde die an der Decke hängende Discokugel als Punchingball missbraucht, bis in die hintersten Reihen lachend und jubelnd getanzt und Sänger Matt Embree konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als die ersten Surfer mit ihrem Scheitel die Decke streiften. Diese Energie, diese Begeisterung sprang vom Publikum auf die Band über, die mit der Zeit völlig ausflippte. Selbst Bassist James Salomone, übrigens die coolste Sau, die je auf einer Bühne gestanden hat, der anfangs lässig den Viersaiter spielte, hielt es nicht mehr aus und tanzte mit dem Keyboard-spielenden Gitarristen Steve Choi und den singenden Bläsern um die Wette. Und wäre Drummer Chris Tsagakis nicht hinter seiner Schießbude gefangen gewesen, wäre er mit seinen Wolverine-Koteletten sicherlich gern in die Menge gesprungen. Jeder im Club war in Bewegung, jeder war einfach nur glücklich und jeder wird das nächste Mal wieder dabei sein. Ebenfalls keine Frage.

Doch so verdammt gut beide Bands auch waren. Die beste Musik kam von Band. In der Umpause. Da liefen die Screaming Trees. Und die sind nun mal die zweitbeste Band der Welt. Keine Frage.
Surfempfehlung:
www.rxbandits.com
www.theexitrock.com
www.screamingtrees.org
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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