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Cosy

Maria Solheim

Krefeld, Kulturfabrik
05.06.2003

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Maria Solheim
Bei ihrem letzten Deutschland-Besuch Ende 2002 stand Maria Solheim aus Norwegen noch fast alleine auf der Bühne - bisher hatte sie es aus Kostengründen nicht geschafft, mit kompletter Band anzureisen. So fanden die bisherigen Auftritte nur im kleinen Rahmen mit Bassist Tor und Tastenmann David statt. Dieses Mal konnte sich Maria Verstärkung leisten und brachte zusätzlich Schlagzeuger Torstein und Gitarrist Kjetil mit, David musste leider passen, wurde aber bestens durch Audun (Sänger und Keyboarder der Band Foundation) vertreten.
Obwohl nun mehr Personal auf der Bühne stand, war es schon recht früh zu erkennen, dass es trotzdem ein eher intimer Abend werden würde, denn nur wenige Leute fanden sich an diesem lauen Sommerabend in der Krefelder Kulturfabrik zum Konzert ein. Die Anwesenden sollten aber keinesfalls enttäuscht werden, denn auch dieses Mal versprühte die zierliche Maria jede Menge gute Laune (wobei sie mehrmals betonte, wie sehr sie Deutschland liebe) und sorgte mit ihren wundervollen Melodien für eine äußerst behagliche Stimmung - ganz so, wie sie es am Anfang des Gigs verlauten ließ, denn sie hatte den Wunsch, dass sich alle doch bitte "cosy" fühlen mögen. Das dürfte nicht besonders schwer fallen, denn die Art, wie sie während der Songs mit dem Publikum flirtet und sich artig per Verbeugung bedankt, ist einfach nur herzergreifend schön. Die Songs des aktuellen Albums "Behind Closed Doors" standen im Vordergrund, "2 Minutes And 10 Hours" und "Kingdom" kamen richtig groovig rüber, "Beauty Queen" ist ein erstklassiger Popsong, bei "Train Under Water" entstand durch den Drumeinsatz teilweise eine gespenstige Atmosphäre, "Richard" im Duett mit Bassist Tor (der übrigens auch der persönliche Roadie von Maria zu sein scheint - Dinge wie Gitarre richtig anschließen oder Nachhilfe im Finden englischer Worte lagen u.a. in seinem Aufgaben-Bereich) und "Behing Closed Doors" gingen sehr nahe. Auch vom Vorgänger-Album "Barefoot" hat es einige Songs gegeben, "Lady Of My Life" oder auch "Suspicion", "The Last Waltz" in einer wunderschönen Version, bei der Maria auch bis in die höchsten Tonregionen stimmlich glänzte. Gitarrist Kjetil hat öfters den Songs mit der Pedal Steel eine besondere Note verliehen, Ersatz-Keyboarder Audun leistete ebenfalls großartige Arbeit. Obwohl Maria nun mit kompletter Band auf der Bühne stand, wurden trotzdem vorwiegend sehr ruhige Songs gespielt, die sicherlich auch ohne große Unterstützung hätten dargeboten werden können. Songs, die dagegen einen lauten Sound benötigten, wie z.B. das neue Stück "Mr. Iceman" (eine sehr flotte und poppige Angelegenheit), kamen mit der ganzen Band natürlich besser rüber. Da bleibt dann nur das persönliche Empfinden, was einem besser gefällt. Der Verstärker-Anlage in der Kufa jedenfalls schienen die ruhigeren Songs mehr zu liegen, denn sie rauschte bei diesen Stücken sehr behaglich und zurückhaltend im Hintergrund.

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www.mariasolheim.com
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Text: -David Bluhm-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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