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Konzert-Bericht
 
Sommer im Regen

Karamelo Santo

Hamburg, Molotow
20.08.2003
Karamelo Santo
Der Sommer legte eine kleine Hamburg-Pause ein. Wolken, Regen, Kühle machte sich breit. Schmuddelwetter eben, wie es alle Hamburger kennen und lieben. Alle Hamburger? Nein, ungefähr hundert Unbeugsame wollten sich damit nicht anfreunden und kamen ins Molotow, um mit den argentinischen Karamelo Santo die heißen Tage zurückzuholen und um kräftig zu tanzen und zu schwitzen.
Wenn man Karamelo Santo in eine Schublade stecken möchte, würde die das Etikett Latin-Rock tragen. Oder was anderes. Denn wirklich einordnen kann man das nicht. Salsa, Rumba und andere heimische Traditionals verbrüdern sich mit Ska, Punk und Hardrock. Und sind damit ein sicheres Mittel gegen Trägheit und körperlichen Stillstand. Kein Wunder also, dass schon bei den ersten Tönen Bewegung in den Laden kam. Wohin man auch schaute, Kopfnicken, Mitwippen, extasischen Tanzen und wilde Verrenkungen. Party eben. Und auch auf der Bühne passierte einiges. Allen voran Sänger und Teilzeit-Bongospieler Piro und Bassist Enema Mortimer sorgten für die optische Unterhaltung. Still standen sie selten. Drummer Maturano Leandro und das Bläser-Duo spielte - bis auf ein paar Soli - solide im Hintergrund, Gitarrist Goy steuerte ein paar Ansagen und Backing-Vocals bei und Keyboarder und Akkordeon-Mann Villafane Lucas schien das alles gar nicht zu interessieren. Geradezu lustlos wackelte er hinter seinen Instrumenten umher und wirkte, als ob er mehr als einen Joint zu viel geraucht hatte. Egal, die Tanzveranstaltung war im vollen Gange, das Molotow heiß und voll und die Band haute die Hits aus ihrem Album "Los Guachos" unters Völkchen.
Karamelo Santo
Der Anfang der Show war grandios. Hit auf Hit, es wurde gecross-overt, was das Zeug hielt und alles war gut. Ob Punk, Ska, Flamenco oder Salsa, jeder Ton ein Treffer. Doch mit der Zeit wurde genau dieses Gekreuze und Gemixe etwas anstrengend, vor allem, weil sich die sieben Karamelos mehr und mehr auf Latin-Klänge konzentrierten und die härteren Genres etwas vernachlässigten. Und ja, es gab tatsächlich Momente, in denen einem das Wort Touri-Mucke in den Sinn kam. Auch wenn es natürlich den ganzen Abend keine einzige Touri-Note zu hören gab. Den Anwesenden, darunter nicht wenige Argentinier, störte das nicht, sie feierten und feierten und sorgten für einen der heißesten Tage des Sommers. Obwohl der doch gerade eine Hamburg-Pause einlegte...
Surfempfehlung:
www.karamelosanto.com
www.uebersee-records.de
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Pressefreigabe / Mathias Frank-

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