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So ist Punkrock

Bouncing Souls
Tsunami Bomb/ Not Katies

Hamburg, Molotow
21.11.2003
Bouncing Souls
Es ist zur Zeit jedes Mal wieder spannend: Wie viele Zuschauer werden zum Konzert kommen? Die Chance auf einen genauen Tipp ist eher gering. Zu sprunghaft, zu wenig einschätzbar sind die (Hamburger) Konzertgänger. Da verkaufen kleine Bands die größten Clubs aus und gestandene Musiker spielen vor einer Hand voll Schaulustiger. Ist dieses Raten und Schätzen bei den Besuchern mehr ein Spiel, ist es für die Booker blanker Ernst, es geht um bares Geld. Und bei den Bouncing Souls lagen sie eindeutig daneben. Ursprünglich sollte die Show im ein gutes Stück größeren Grünspan stattfinden. Doch das Ereignis wurde ins Molotow verlegt. Und das platze aus allen Nähten.
Schon bei den Not Katies ging nicht mehr viel. Schlangen, wohin das Auge blickte, Drängeln ohne Ende und durchschnittliche Beschallung. Einen entspannten Abend stellt man sich anders vor. Zum Beispiel mit Tsunami Bomb, der wohl besten Punkrockband mit weiblichen Vocals. Da können Tilt, The Distillers oder She-Male Trouble noch so gut sein, an den Tsunami Bombs aus dem Kung-Fu-Stall kommen sie einfach nicht ran. Wie bei ihrem letzten Hamburg-Auftritt, als sie vor den Vandals und den Ataris gespielt hatten, konnten Agent M. und ihre Mannen einen glorreichen Sieg einfahren. Das Publikum rastete aus, schien nur auf Hits der Marke "Take The Reins" und "Say It If You Mean It" zu warten und feierte eine Party, wie sie bei einer Vorband schon lange nicht mehr gefeiert wurde. Zugaben wurden gefordert. Und abgelehnt. Die Souls warteten, die anschließende Party ebenso. Schade.
Auf Platte gehören die Bouncing Souls sicher zu den besten, aber leider auch unterbewehrtesten Bands der Epitaph / Fat Wreck-Liga. Live sind sie zwar immer noch groß, aber leider nicht großartig. Die besonderen Momente, die kleinen Hymnen, die sie auf CD brennen, verlieren live an Wirkung. Den Zuschauern war es egal. Sie trotzten tapfer der Hitze und hörten nicht auf, zu tanzen, zu springen, zu surfen. Von links nach rechts, von Bühne bis zur Rückwand, alles war in Bewegung. So ist Punkrock. Die Souls dankten es mit einem engagierten, richtig guten Gig, in dem Songs aus allen Schaffensperioden zum Besten gegeben wurden und der kein Ende zu nehmen schien. Und der nicht wenigen entweder gehörigen Muskelkater oder eine gehörige Erkältung eingebracht haben dürfte. Oder beides. Gute Besserung.
Surfempfehlung:
www.bouncingsouls.com
www.tsunamibomb.com
www.notkaties.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Andre Constantini-

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