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Irgendwie anders

Thrice
Vaux

Hamburg, Logo
17.02.2004
Thrice
Zwar spielten sie schon auf der Deconstruction- und Reconstruction-Tour, als Headliner sind die US-Chart-Corler von Thrice aber zum ersten Mal unterwegs. Doch während die Zuschauerzahlen in ihrer Heimat inzwischen vierstellig sind, müssen sie sich in unseren Breitengeraden noch durch die kleineren Clubs kämpfen. Die sind allerdings überfüllt. Auch an der Tür des Logos klebte das große "Ausverkauft!"-Schild. "Das war und ist total spannend, mal wieder in so kleinen Clubs zu spielen", verriet Thrice-Gitarrist Teppei Teranishi im Vorab-Interview mit Gaesteliste.de und Sänger-Kollege Dustin ergänzt: "Es ist so persönlich, eine kleine Bühne, kaum Absperrungen, es macht einfach Spaß!"
Im Vorprogramm hatten sie Vaux, über die Melissa Auf der Maur im Gaesteliste.de-Interview sagte: "Eine Kombination aus Rocket From The Crypt, ein bisschen Kyuss, ein wenig von Helmet, ein bisschen Refused, mit einem Schuss von diesen neuen Emo-Sachen. Trotzdem sind sie etwas romantischer, wie zum Beispiel die Pumpkins." Thrice beschreiben sie als "Motorcycle-Punk mit 70's Groove". Und irgendwie haben sie alle recht. Sehr eindrucksvoll und überaus sympathisch spielten die Jungs ein überaus gelungenes Set und ernteten nach einer knappen halben ihren verdienten Applaus.

Auch wenn sie selbst etwas anders sehen, Thrice gehören zu der Sorte Bands, die neben Thursday, Finch und Boysetsfire für den etwas härteren Emo-Core stehen. Abwechslungsreich, laut, leise, melodisch, prügelnd und weich. Eben der Core, der gerade heftigst angesagt ist. Bei Major-Labels und den Kids. So drängelten sich einige hundert Leute ins Logo und sorgten mal wieder für erhitzte Stimmung. Das Wasser tropfte, der Schweiß genauso und vom ersten Ton an kam Bewegung in die vorderen Reihen. Bei glasklarem Sound rockten sich Sänger Dustin Kensrue, Gitarrist Teppei Teranishi, Basser Eddie Breckenridge und Drummer Riley durch ihre drei Alben, wobei sowohl alte Indie-Hits als auch neue Major-Songs gleichermaßen abgefeiert wurden. Ohne viele Worte zu verlieren genoss das Quartett den herzlichen Empfang und die begeisterten Resonanzen und als das Ganze nach einer guten Stunde schon wieder vorbei war, konnten sich alle freuen. Die Band über die Begeisterung, die Fans über ein starkes Konzert und die Plattenfirma über ihren guten Geschmack.


Thrice
NACHGEHAKT BEI: THRICE

Vor der Show in Hamburg traf sich Gaesteliste.de mit Thrice-Sänger Dustin Kensrue und Gitarrist Teppei Teranishi, um sich mit ihnen im Tourbus über Konzerte, Major-Labels und die neue Platte zu unterhalten.

GL: Ihr seid inzwischen auf einem Major-Label, eure Platte ging direkt in die amerikanischen Charts und ihr tourt um die ganze Welt. Inwiefern hat sich euer Leben in den letzten Monaten verändert?

Dustin: Es ist kein großer Unterschied, auf was für einem Label du bist. Du führst eben das Leben eines Musikers. Okay, wir haben jetzt mehr Pressetermine und touren vielleicht etwas mehr, aber sonst ist eigentlich alles beim Alten. Und wir haben jetzt die Möglichkeit, die Platte so aufnehmen, wie wir es wollten.

GL: Was war denn das für ein Gefühl, als ihr sie zum ersten Mal gehört habt?

Teppei: Natürlich freut man sich und ist aufgeregt. Aber wir haben jetzt nicht geglaubt, dass wir mit der Scheibe groß abräumen würden, sondern dachten sofort an unser nächstes Album.

Dustin: Denn kaum ist ein Album fertig, kommen uns die Ideen, was wir als nächstes machen wollen. Schließlich ist die Arbeit abgeschlossen, du bist eben fertig und willst weiter gehen. Wir haben uns die Platte vielleicht noch zwei Wochen angehört, aber seit dem nicht mehr. Die Songs haben sich seit dem auch verändert, wir spielen sie auf der Bühne, wie wir es jetzt für richtig halten. Und würden wir die Platte hören, würde sie uns sicher nicht mehr so gut gefallen. Für uns zählt schon wieder das nächste Album, nicht das letzte.

GL: Schreibt ihr auf Tour?

Teppei: Natürlich ist es schwierig, gemeinsam an Songs zu arbeiten, aber wir haben alle unsere Computer und nötigen Programme dabei und sind ständig am Schreiben.

GL: In welche Richtung werden die neuen Nummern denn gehen?

Dustin: Hart, aber sicher weniger Metal-lastig als auf unsere letzten Scheiben. Es ist eine Herausforderung an uns, Musik zu machen, wie wir sie noch nie gehört haben. Wir wollen neue Instrumente wie Keyboards oder ein Klavier ausprobieren und einfach eine frische Platte machen.

GL: Ihr habt mit Bands wie Thursday, Hot Water Music, Rancid oder Lagwagon zusammen gespielt. Was habt ihr von ihnen gelernt?

Teppei: Am meisten haben wir auf unserer ersten Tour mit Cave In, Alkaline Trio und Hot Water Music gelernt, weil sie uns einfach gezeigt haben, wie man eine Band und eine Band auf Tour ist.

Dustin: Man schaut sich die Bands eben als Fan und als Musiker an und lernt dauernd. Nicht nur, wie sie ihre Gitarre stimmen, sondern auch, wie sie sich verhalten. Es ist nur schade, wenn man die Musiker trifft, die man immer bewundert hat und die sich dann als Arschlöcher entpuppen.

Surfempfehlung:
www.thrice.net
www.vauxrock.com
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-


 
 

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