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Konzert-Bericht
 
Kein Punkrock!

The Lawrence Arms
The Separates

Hamburg, Molotow
13.04.2004
The Lawrence Arms
Nur weil eine Band auf Fat Wreck Chords ist, muss sie nicht mega-erfolgreich sein oder Punkrock spielen. Das beste Beispiel: The Lawrence Arms. Eine großartige Band, die leider noch immer nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Denn obwohl ihr letztjähriges Album "The Greatest Story Ever Told" zu den schönsten Veröffentlichungen des Fat-Stalls gehört und sie nicht nur auf der Fat Package-Tour bewiesen haben, dass sie obendrein eine starke Live-Band sind, fanden sich viel zu wenige Zuschauer im Molotow ein, um das Trio aus Chicago auf der Bühne zu sehen. Höchstens halbvoll war es. Und das darf eigentlich nicht sein!
Den Anfang machten The Separates, eine junge Band aus deutschen Landen, die mit ihrem angerollten Punkrock mehr als gefallen konnte. Die Songs machten Spaß, die Stimme von Röntgen war super, die vier Herren um die 30 - die sich schon mit Marky Ramone und den Queers die Bühne geteilt haben - gaben sich Mühe und kamen sehr, sehr sympathisch rüber. Ein gelungener Beginn.

The Lawrence Arms werden so bald auf keiner Bühne mehr stehen. Denn wie sie jüngst bekannt gaben, wollen sie nach dieser Tour erstmal eine Pause einlegen. Erschöpft sei man, die einzelnden Bandmitglieder wollen sich erstmal anderen Dingen widmen. Und ja, etwas kaputt wirkten sie tatsächlich. Und boten trotzdem eine starke Show. Die Band, die des Öfteren mit dem Alkaline Trio verglichen wird, obwohl sie irgendwie völlig anders klingt, spielte zu 90 Prozent Songs aus den letzten beiden Alben, "Apathy And Exhaustion" und natürlich "The Greatest Story Ever Told". Ein Arms-Kracher jagte den nächsten, Highlights waren kaum auszumachen. Auch wenn "On With The Show" und wie immer "Porno And Snuff Films" aus der Masse heraus ragten. Doch so schön und gefühlvoll die Nummern auch waren, einigen Kids vor der Bühne reichte das nicht. Sie wollten mehr und forderten die Band immer wieder auf, schneller und "mehr Punkrock" zu spielen. Nicht nur den Fans, auch der Band ging es auf die Nerven. Ihre trockene Antwort: "Wir spielen keinen Punkrock!" Recht haben sie. Sie spielen Arms-Rock. Und den werden wir in der Zukunft sehr vermissen.

Surfempfehlung:
www.thelawrencearms.net
www.the-separates.de
Text: -Per Mathiesen-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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