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Konzert-Bericht
 
Redemption Songs

Ben Harper

Hamburg, Stadtpark
04.06.2004
Ben Harper
Mal wieder Hamburg, mal wieder Stadtpark, mal wieder Ben Harper, der diese Tage abseits der großen Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park noch zwei reguläre Konzerte gab. Die ca. 4.000 Leute fassende Freilichtbühne im Stadtpark war zwar nicht komplett ausverkauft, aber doch so gut gefüllt, um mit einiger Genugtuung behaupten zu können, dass sich Ben Harper auch hierzulande mehr und mehr als eigenständiger und massenwirksamer Künstler etabliert.
Die Massen, die am frühen (und Gott sei Dank nicht verregneten) Freitag Abend langsam den Stadtpark zu füllen begannen - Einlass war bereits um 18 Uhr -, waren sich wahrscheinlich nicht im Klaren darüber, was für ein Abend es würde. Dass an diesem Abend das spirituelle Element, das Ben Harper auszeichnet, besonders präsent war, lag auch daran, dass er zwei Songs seines in Kürze erscheinden Gospel-Albums vorstellte. Die Platte, die zusammen mit den Blind Boys Of Alabama eingespielt wurde, ist fertig und soll laut Harper in einem Monat erscheinen. Es wird wahrscheinlich jedoch auf Ende August / Anfang September hinauslaufen. Die beiden Songs, die daraus vorgestellt wurden, "Where Could I Go" und "Take My Hand" - bei letzterem handelte es sich um die Live-Premiere -, wussten zu beeindrucken und ließen einiges erwarten. Ben Harper sang sie mit einigem Nachdruck, großer Geste und interessanterweise ohne Gitarre in der Hand. Ohnehin fiel den Eingeweihten auf, dass Harper mehr und mehr Parts an seine Mitmusiker zu delegieren scheint und offenbar längst nicht mehr Gitarrengott, Sänger und Songschreiber in einem sein will. Besonders der vor ca. einem Jahr in die Band eingestiegene Gitarrist Marc Ford ist mittlerweile vollends integriert und bringt sich mit geschmackvoll bluesigen Soli noch organischer in den Gesamtklang ein als noch auf der letzten Europatour im Oktober 2003. Warum er der einzige war, den Harper vor dem dritten Zugabeteil nicht vorstellte, war unverständlich und wird vermutlich ein Rätsel bleiben. Ja, richtig gelesen, es gab eine dritte Zugabe, was für Ben Harper & The Innocent Criminals nicht unbedingt üblich ist und das Besondere dieses Abends belegt: Zum Schluss gab es das zuvor selten gespielte "Faded" und "She's Only Happy In The Sun", das den Abend nach knapp zweieinhalb Stunden ruhig ausklingen und Althippies wie 12-jährige und 12-jährige wie Althippies aussehen ließ.
Surfempfehlung:
www.benharper.net
Text: -Christian Spieß-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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