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Auf's trefflichste

Slut
Pelzig

Köln, Gebäude 9
12.10.2004

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Slut
Slut und Pelzig - das hört sich erstmal, so trocken gelesen, recht lustig an. Doch aufmerksame Leser dieser Seiten werden sicherlich schon bemerkt haben, dass hinter diesen Namen vor allem eines steckt: Sehr, sehr gute Musik. Und dass diese beiden Bands gemeinsam auf Tour gehen, macht vor allem eines: Sinn. Denn es gibt relative musikalische Ähnlichkeiten und in erster Linie personelle Überschneidungen. Rainer Schaller und René Arbeithuber sind nämlich in beiden Combos tätig.
Seit unserem letzten Zusammentreffen mit Pelzig auf ihrer Tournee zusammen mit Sportfreunde Stiller vor zwei Jahren hat es bei den Ingolstädtern allem Anschein nach eine Schlankheitskur gegeben. Nicht nur, dass auf dem Cover der neuen Platte "Safe In Its Place" nur noch vier statt fünf Musiker abgebildet sind (René Arbeithuber wurde inzwischen zum Schlagzeuger befördert!), auch die neuen Songs kommen noch besser zum Punkt als zuvor. Dass Pelzig-Musik zwar eher melancholisch aber dennoch hochgradig schubskompatibel ist, wissen wir ja eigentlich schon länger, aber an diesem Abend in Köln gab es einen neuerlichen Beweis dafür: Ohne die Songs zu kennen, gingen vor allem die Rockmusikzeitungs-Leser vor der Bühne gerade bei brandneuen Nummern wie "Part Time Tragedy" (Der Song ist alles andere als das!) oder "Walk On By" (auf der Platte der Opener, beim Konzert das Schlussstück) richtig mit.

Richtig mitgehen, das wollten auch Slut - das zumindest hatten sie während des Gaesteliste.de-Interviews anlässlich des neuen Albums "All We Need Is Silence" angedeutet. Vor allem Sänger und Gitarrist Chris Neuburger freute sich darauf, die neuen Songs live darzubieten. Dazu hatte er mit seinen Mannen nun also im ausverkauften Gebäude 9 zu Köln Gelegenheit, und los ging es direkt mit den ersten drei Stücken vom neuen Album. Es war eigentlich schon vom ersten Ton an klar, dass der Abend ganz im Zeichen des Rock stehen sollte, dazu haben sich die neuen Songs geradezu angeboten. Aber es ging natürlich nicht bierernst zur Sache, schließlich gibt es kein Slut-Konzert ohne Klamauk. So lebte Chris wieder einmal sein Faible aus, im unpassenden Moment seinen Begrüßungs-Spruch ("Wir heißen Slut und kommen aus Ingolstadt") loszulassen, diesmal in der ruhigen Passage beim Stück "Neverending". Der andere "Comedy"-Part wurde bei "No Time" dargeboten - um den anderen Band-Mitgliedern auch mal die Möglichkeit einer Gesangseinlage zu geben, durften die übrigen Herren der Band einen, ähem, Chor bilden und eine semi-majestätische Passage des Stücks zum Besten geben. Zurück zur Musik: Im Hauptteil des Konzerts wurden vor allem Stücke vom neuen Album präsentiert, darunter aber auch alte Klassier wie "Virus" und das immer wieder großartige "Easy To Love". Mit "Get Lost Get Lost" gab es nach knapp einer Stunde Spielzeit einen charmant-ruhigen Rausschmeißer, bevor dann mit sechs Songs im Zugaben-Block der Abend auf's trefflichste beendet wurde.

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Surfempfehlung:
www.slut-music.com
www.slut-fanclub.de
www.slut.de.tf
www.pelzig-music.de
Text: -David Bluhm-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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