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Konzert-Bericht
 
Rauf und runter

Secret Machines

Köln, Prime Club
12.12.2004
The Secret Machines
Es enstand ja schon so etwas wie ein kleiner Mini-Rummel kurz vor der Veröffentlichung von "Now Here Is Nowhere", dem Debüt-Album von The Secret Machines aus New York. Interviews hier, Features dort, ein Gastspiel in Hamburg mit prominenter Unterstützung in Gestalt von Michael Rother (NEU!, Can, Kraftwerk, etc.), ein Album, das allerorts positive Kritiken einheimsen konnte. Die Begeisterung hat sich bisher anscheinend nur in den Medien widergespiegelt, anders war das karge Zuschaueraufkommen im Prime Club zu Köln nicht zu erklären. Oder vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass es ein Sonntag Abend war?!?
Die wenigen Leute (zusammengesetzt aus recht jungem Konzert-Nachwuchs und älteren Semestern, die die Krautrock-Zeit selbst miterlebt und vom Ruf der Secret Machines gehört hatten), die den Weg zum Venue gefunden hatten, wurden jedenfalls mit einem eindrucksvollen Trip belohnt - eine hervorragende psychedelische Reise, genau das richtige für einen Sonntag Abend. Ein paar in's Publikum gerichtete Schreibtischlampen sorgten für jede Menge Gegenlicht, durch das Licht hindurch konnte man dennoch viel von dem musikalischen Treiben der drei Secret Machines-Mannen visuell ausmachen. Vor allem Drummer Josh Garza mit seiner Mähne sorgte für Action, Ben Curtis in der Mitte für rockende und psychedelische Klänge mit seiner Gitarre, rechts am Bühnenrand, immer ein wenig versteckt oder mit dem Rücken zum Publikum stehend, Sänger Brandon Curtis, der nebenbei noch Bass und Keyboards spielte. Alle drei befanden sich stets im gegenseitigen Blick-Kontakt, um auf kleine Variationen des anderen schnell eingehen zu können. Los ging es nach einem hypnotischen Intro mit "First Wave Intact", und schon jetzt wurde deutlich, dass der Sound der Secret Machines jeden Anwesenden absolut gefangen nehmen würde. Eine unglaubliche Klangwand wurde aufgebaut, Brandons Gesang schaffte es dennoch, seinen eigenen Weg durch den Sound zu finden und stach sogar manchmal recht deutlich heraus - dies bewerkstelligte er dadurch, indem er die Worte leicht überdreht bzw. einfach recht laut gesprochen darbot. Kann man drüber streiten, ob das nicht sogar manchmal ein wenig störend ist. "Sad And Lonely", "It's A Bad Wind That Don't Blow Somebody Some Good" (von der "September 000"-EP) und ein neues Stück namens "Faded Lines" wurden ohne Pause dargeboten, so dass die ersten Worte an's Publikum erst nach über einer halben Stunde Spielzeit zu hören waren. Wenn man einmal im Spielfluss ist, sollte man ihn auch auskosten. Nach "Pharaoh's Daughter" folgte eine äußerst psychedelische Cover-Version von Bob Dylans "Girl Of The North Country", gespielt mit einer effektbeladenen Gitarre und Keyboards. Wundervoll. Wegen des hynotischen Sounds und der repetiven Sound-Muster evtl. zu vergleichen mit frühen Spiritualized. "The Road Leads Where It's Led" beschloss nach knapp einer Stunde den Hauptset, bevor es nach einer kurzen Pause mit einem weiteren Cover-Song weiterging - "Monza" von Harmonia, natürlich inklusive deutschem Text, dargeboten mit einem netten deutsch-amerikanischen Akzent. "Nowhere Again" beendete recht furios den knapp 75-minütigen Trip. Groß.
Surfempfehlung:
www.thesecretmachines.com
www.secretmachines.de
Text: -David Bluhm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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