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Konzert-Bericht
 
Heimlich, still und leise

Sons Of Jim Wayne

Dortmund, Cafe Einstein
12.07.2008
Sons Of Jim Wayne
Das erklärte Ziel des Vorgänger-Projekts Jim Wayne Swingtett war es, die beste Vorgruppe des Landes zu werden, und auch in den Anfangstagen der Sons Of Jim Wayne durfte man des Öfteren das Gefühl haben, dass der Spaß an der Sache den Musikern bisweilen wichtiger war als ambitionierter Perfektionismus. Auch nach inzwischen vier Alben hat sich an der Grundhaltung von Bernd Uebelhöde und Stefan Kullik nichts verändert, doch - und das bewies dieser kurze Auftritt in Dortmund eindrucksvoll - heimlich, still und leise ist aus den beiden Country-Spaßvögeln eine geradezu unglaublich gute Band geworden.
Vor einem handverlesenen Publikum überzeugten sie - ohne vorher niedergeschriebene Setlist - mit einem perfekt getimten Programm, das mit dem Titelsong ihres Debütalbums "Sweet Madonna" anfing und eine Dreiviertelstunde später mit dem ausgezeichneten, unveröffentlichten Uptempo-Song "Dance With Us" endete, bei dem sich Bernd und Stefan ungewöhnlicherweise den Gesang teilten. Wie immer waren es neben den Songs (hat "Pete The Robber" jemals besser geklungen?) nicht zuletzt auch die staubtrockenen Ansagen, die zu gefallen wussten. So wurde ausgerechnet "All My Life" als Partynummer angekündigt, "Angry Man" Karl-Heinz Rummenigge gewidmet und zum bereits erwähnten neuen Song (der in Wahrheit schon ein paar Jahre alt ist) angemerkt, dass dort "die gleichen Griffe wie immer" verwendet werden. Und sogar ein potenziell peinlicher Moment, als Bernd mit einer Körperdrehung sein albern kurzes Gitarrenkabel aus der Anlage riss, wurde von ihm lässig gemeistert: "Ich dachte immer, ich mach' ne ruhige Bühnenshow..."
Weil die zwei an diesem Abend offensichtlich nicht so recht Lust verspürten, die Songs ihrer letztjährigen Großtat "Leaving The Cave" zu spielen - gerade einmal zwei Nummern waren vom aktuellen Album zu hören, dafür gleich vier vom 2002er Erstling - gab es am Ende auch noch ein echtes Schmankerl: Eine leicht veränderte, aber gerade deshalb wunderbare Version des Palace Brothers-Songs "Riding", das am Ende des Konzerts nur eine Frage offenließ: Warum spielen die zwei eigentlich nicht viel häufiger?
Surfempfehlung:
www.sonsofjimwayne.com
www.mysopace.com/sonsofjimwayne
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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