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Lässig

Sons Of Jim Wayne

Marl, Café Schmiede
21.12.2002
Sons Of Jim Wayne
Das, was bei den Sons Of Jim Wayne (Bernd Uebelhöde und Stefan Kullik von dem in die ewigen Jagdgründe eingegangenen Jim Wayne Swingtett) so begeistert, sind in erster Linie noch nicht einmal die – über jeden Zweifel erhabenen – Songs, sondern vor allem die Lässigkeit der beiden. Als sie an diesem vorweihnachtlichen Samstagabend nach dem streckenweise etwas zähen Vorprogramm von The Deep und Sten Bert auf die Bühne der Schmiede kamen und Stefan die Band vorstellte, kam man nicht umhin zu vermuten, dass er in einem früheren Leben als Ansagen-Souffleur für Johnny Cash gearbeitet haben muss. So viel Coolness, zumal eben nicht mit Überheblichkeit gepaart, findet man selbst auf wesentlich größeren Bühnen äußerst selten.
Sons Of Jim Wayne
Sich mit der Nennung in Marl ansässiger Fußballvereine beim heimischen Publikum beliebt zu machen, ging allerdings gründlich daneben. Und auch wenn die beiden Söhne des Herrn Wayne eigentlich der lebende Gegenbeweis sind – Fußball und Country scheinen doch nur bedingt Gemeinsamkeiten zu haben. So dürfte dann so manch einem in der äußerst gut gefüllten Schmiede nicht klar gewesen sein, warum ausgerechnet Markus Merk und Uli Hoeneß das Traditional "Satan, Your Kingdom Must Come Down" gewidmet bekamen. Ob es daran lag, dass das Publikum zu einem nicht unwesentlichen Teil aus jungen Damen bestand, die die Flanellhemden-Fraktion zu einer klaren Minderheit degradierten?
Sons Of Jim Wayne
Das, so zeigte sich sehr schnell, machte allerdings gar nichts, denn mit der gut getimten Mischung aus neuen Songs à la "A-Thema" ("Dafür suchen wir eigentlich noch einen Titel!" - Wie wäre es mit "A-Team"?) oder "Raging Killa" aus ihrem in Kürze erscheinenden ersten Album, "Sweet Madonna", großartigen Coverversionen (von u.a. Doc Watson) und natürlich den besten Momenten des verblichenen Jim Wayne Swingtetts ("15 Years" und das immer wieder großartige "Rock N Roll Star" mit Supportler Sten Bert als Gast) hatten die beiden Protagonisten nun wirklich nichts zu befürchten. Da konnten sie sogar das "eigentlich viel zu fröhliche" (O-Ton Stefan) "I'm Into Something Good" von der 60s-Pop-Sensation Herman's Hermits covern, ohne dass ihnen deshalb die Puristen böse gewesen wären. Aber wie heißt es so schön? Gekonnt ist halt gekonnt!
Surfempfehlung:
www.jimwayneswingtett.yi.org
Text: -Carsten Wohlfeld-
Fotos: -Carsten Wohlfeld-


 
 

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