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Think Global

Continental Drifters

Heilbronn, Gaffenberg-Festival
07.07.2000
Continental Drifters
"Support your local Industry", proklamierte Peter Holsapple von den Continental Drifters von der Bühne, "Think global: Buy Blue Rose." Und das machte Sinn, denn der Auftritt der Continental Drifters auf dem Gaffenberg Festival in Heilbronn (an drei Tagen einem In-Store-Gig im Stadtzentrum) war eine Kopfgeburt von Blue Rose-Macher Edgar Heckmann. Die Idee, eine Rockband auf einem vorwiegend durch Comedy Acts besetzten Festival zu buchen, war dann auch ebenso waghalsig wie erfolgreich. Die Drifters spielten mit die besten Konzerte, die sie bisher auf deutschem Boden gegeben hatten und trafen hierbei auf ein äußerst begeisterungsfähiges, dankbares, aufmerksames und vor allen Dingen großteils neues Publikum. So eine gelassene, heitere Stimmung hat man selten bei Rockkonzerten (und noch seltener bei Festivals).
Continental Drifters
Auch die Drifters fühlten sich sichtlich wohl. (Susan Cowsill ließ es sich z.B. nicht nehmen, auf dem Festivalgelände zu übernachten). Da die Drifters aus diesen und jenen Gründen momentan keine neue Platte veröffentlichen können, war das eine gute Gelegenheit, neues Material kennenzulernen. Überflüssig zu erwähnen, daß sich dieses - wie z.B. die großartige Ballade "Snow", nahtlos in die vorhandene Mischung aus eigenen Klassikern wie "Who We Are" oder "Drifters" und Coverversionen von Gram Parsons, Neil Young, Richard Thompson, Mamas & Papas und anderen einreihte. Dabei kommt es den Drifters zu Gute, daß diese wie kaum eine andere Combo beinahe blind zusammenspielen können. Nicht umsonst erinnert einen dies hin und wieder an "The Band". Da zahlt es sich aus, wenn sich jahrzehntelange Musikerfahrung auf so heitere Weise und scheinbar ungezwungen zusammenfinden. Dazu gehört auch, daß niemand im Zentrum steht, sondern jeder sein gleichwertiges Schärflein beiträgt. Nicht nur, daß die Bandmitglieder ständig die Instrumente tauschen und Harmoniegesänge ohne Fehl und Tadel hinlegen, nein, man ergänzt sich auch traumhaft beim Zusammenspiel und Possenreißen. Dazu gehörten an diesem Abend allerlei lustige Widmungen an Edgar Heckman. "Eigentlich müßten wir Edgar & The Continental Drifters heißen", meinte Peter Holsapple irgendwann. "Wer ist Edgar?" hörte man allenthalben munkeln. So werden Mythen geboren! Doch war dieser Abend ein schöner Beweis dafür, daß sich gegenseitige Wertschätzung und Begeisterung für Musik zur fruchtbaren Ergebnissen führen können. "Gell, die Drifters sind doch die beste Blue Rose-Band?" fragte Edgar nach dem Konzert jeden, den er erwischte und zwei Drittel aller anderen obendrein und da konnte man denn nur zustimmen.
Text: -Ullrich Maurer-
Fotos: -Ullrich Maurer-

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