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Great Songs & Screaming Guitars

Rich Hopkins And The Luminarios
Roger & The Pricklypears/ Odgers & Simmonds/ Steve Wynn

Köln, Kantine
17.08.2000
Rich Hopkins
"He Mann, das ist ja eine Super Halle", meinte Rich Hopkins begeistert, als er den Innenraum der Kantine betrat. In der Tat bot die mittelgroße Kantine den idealen Nährboden für "Great Songs & Screaming Guitars", eine Veranstaltung im Rahmen der Popkomm, die die Freunde solider Gitarrenmusik zusammenführen sollte. Den Anfang machten Roger & The Pricklypears, eine lokale Band, die sich indes stetig wachsender internationaler Beliebtheit erfreut. Zumindest bei den Musikerkollegen.
Steve Wynn Band
Steve Wynn saß noch beim Essen, als Roger mit einem dramatischen Slide-Gitarren-Solo begann. "Hey, that's great music, I've got to check that out", meinte er mit vollen Backen. Trotz technischer Schwierigkeiten - ein Stromschlag per Mikrophon, ein Bassist, der ohne Soundcheck spielen mußte - leistete Roger gute Arbeit und machte sich viele Freunde. "Roger ist a fucking Monster", meinte Rich Hopkins noch Tage später. Als nächstes spielten Odgers & Simmonds, die beiden Köpfe der britischen Folk-Rock-Band The Men They Couldn't Hang auf. Zusammen mit dem blinden Mundharmonika-Spieler David Kent boten sie ein buntes Potpourri selbstgeschriebener Folksongs - die kaum von klassischen Traditionals zu unterscheiden waren. Da gab's einige verklärte Blicke im Publikum. Nachher zeigte sich das Trio begeistert: "Mann, das war Klasse. Wir haben schon in den schäbigsten Spelunken unter unglaublichen Bedingungen gespielt. Das hat uns aber wirklich gefallen." Steve Wynn war schließlich extra aus New York angereist, um die Fans auf dem Laufenden zu halten. So gab es denn - neben den ganzen Klassikern von "That's What You Always Said", über "My Midnight" bis zu einem 10 Minütigen "Days Of Wine & Roses" - auch einige neue Tracks zu bestaunen, die auf dem kommenden Album zu hören sein werden, welches Steve gerade in Tucson mit u.a. John Agnello und Chris Cacavas aufnimmt. Die Krönung war hierbei sicherlich ein Song names "Southern California Line" - ein polternder, schiebender Eisenbahn-Song mit jaulenden Gitarren, der sofort ins Ohr ging und stark an alte Dream Syndicate Zeiten erinnerte.
Steve Wynn & Rich Hopkins
Als Zugabe gab's schließlich noch die Coverversion eines Jim Rose Songs, den die Band zwei Tage zuvor in Belgien aufgenommen hatte. Rich Hopkins hatte die Besetzung seiner Luminarios wieder einmal geändert. Neben Mike Davis (der sich gar nicht mehr einkriegen konnte vor Begeisterung über das backstage angekarrte Brathähnchen) am Baß spielte Sand Rubies Drummer Bruce Halper und es gab einen neuen Gitarristen, Gene, der die optimale Ergänzung zu Rich's Gitarrenstil bot. Dies deshalb, weil Gene ein guter Zuhörer mit dem Sinn für den rechten Ton am rechten Ort ist. So gab es denn nicht lediglich eine gedoppelte Gitarrenwand, sondern einen geschickt verwobenen, atmosphärisch dichten Klangteppich. Dazu trug sicher auch bei, daß Rich immer weniger Stratocaster und immer mehr die vielseitige Gretsch spielt. ("Die habe ich für 850 & auf E-Bay ersteigert", meinte er stolz). Natürlich bleibt es bei einem Zusammentreffen von Steve und Rich nicht bei den jeweiligen Sets. Eine ausufernde, 40-Minütige Jam- und Zugabenorgie mit lediglich 3 Stücken ("All Along The Watchtower", "Stepping Stone" und "I Wanna Be Your Dog", bei dem die ganze Steve Wynn Band wieder hinzukam) bildete den krönenden Abschluß. Daß Rich dann noch einen weiteren Track spielte, war dann fast zuviel des Guten. Unter dem Strich war dieser Event aber zweifelsohne die beste Rock'n'Roll-Show der Welt. Zumindest auf der diesjährigen Popkomm.
Text: -Ullrich Maurer-
Fotos: -Ullrich Maurer-

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