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Am Kaminfeuer mit Green Apple Sea

Green Apple Sea

Dortmund, Subrosa
24.03.2000
Green Apple Sea
Inzwischen sollte es sich ja herumgesprochen haben: "All Over The Place", das Debutalbum der Münsteraner Green Apple Sea, ist eine der positivsten Überraschungen der letzten Monate. Und im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Bands, die es anschließend leider nicht schaffen, ihr Werk auch in gebührendem Rahmen live zu präsentieren, waren Green Apple Sea unlängst zusammen mit The Schramms auf Tournee und werden im April zusammen mit Tom Liwa und den seelenverwandten Radar Brothers unterwegs sein.
Ihre Show in Dortmund litt etwas unter der Tatsache, dass das Publikum in erster Linie Rockabilly und Headliner Elvis Pummel (stellt euch Bernd Begemann mit einem ausgeprägten Elvis-Presley-Faible vor) hören wollten. "Green Apple Sea zielen auf ein kleineres, älteres Publikum, fast hätte ich Studienräte gesagt. Auf jeden Fall könnten wir nie auf Oberstufenparties spielen", hatte Sänger/Gitarrist Stefan Prange vor ein paar Monaten im Interview geäußert, aber Green Apple Sea würden - in vornehmer Zurückhaltung - nicht mit dem Jim Wayne Swingtett um den Titel der "besten Vorgruppe Deutschlands" konkurrieren (beide liegen derzeit gleichauf, würde ich sagen), wenn sie nicht über solchen Kleinigkeiten wie einem indifferenten Publikum stehen würden. Deshalb versuchen Green Apple Sea auch gar nicht erst, krampfhaft zu rocken und so vielleicht das Publikum auf ihre Seite zu ziehen, sondern spielen cool ihren Streifen herunter.

Während sie bei ihren ruhigeren Songs à la "She's A Drummer" oder "A Small Planet", die beim ersten Hören oft etwas kompliziert (oder besser: anspruchsvoll) klingen, an Bands wie Low erinnern, zeigt sich mittlerweile auf der Bühne auch eine ganz andere Seite von Green Apple Sea. Ob es nun das vermehrte Livespielen in den letzten Wochen und Monaten ist oder die Tatsache, dass ihnen das positive Feedback auf ihr Album Rückenwind gibt, in jedem Fall klingt das Trio bei Songs wie "Summer Passing" oder "You Can't Hide"angenehm nach Neil Young & Crazy Horse zu deren besten Zeiten. Respekt!

Zum Schluss gönnen sie uns sogar noch eine sehr schöne Version von "Fireside", einem Song der Jean Paul Sartre Experience, den im Subrosa wohl niemand erkannt haben dürfte. Danach durfte dann Elvis Pummel - dilettantisch bis in die Haarspitzen - "Tutti Frutti" zum Besten geben, und ich habe mich gefragt, warum eigentlich er und nicht Green Apple Sea die Headliner gewesen sind.

Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Ullrich Maurer-


 
 

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