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VIDEO / AUDIO
06.12.2012

Video / Audio Kennt ja jeder. Diese giftig-gelb-farbenen Bücher, die selbst ultraheiße Eisen wie beispielsweise Microsoft Project anpacken und dazu Anleitungen bieten, die wir alle nachvollziehen können. Nun wird das eh schon gute Konzept noch multimedialer: Nimm die etwaig vorhandenen Schwellenängste der Zielgruppe ernst (die dazu führen, dass sie sich als "Dummie" fühlt), mache ihnen Mut, finde einen Moderator, der zwar ein Guru ist, das aber nicht raushängen lässt. Und schon kann der Spaß losgehen. Zum Beispiel mit endlich mal Gitarre lernen, aber ohne gleich in die mehr oder weniger freundliche Musikschule um die Ecke zu müssen.

Zur Rezension lagen uns folgende Titel vor: "Akustikgitarre für Dummies", "Bluesgitarre", "E-Gitarre". Aus der gleichen Serie gibt es auch noch "Rockgitarre" und "Countrygitarre". Bei allen vermittelt Arlen Roth sämtliche Inhalte. Ein Mann, in dessen Wikipedia-Eintrag (noch) Sachen wie "Master of the Telecaster" und "King of all Guitar Teachers" steht. Unstrittig bleibt jedoch der Umstand, dass Arlen ein wahrer Meister ist - das hat er u.a. mit Simon And Garfunkel, Bob Dylan u.v.a. bewiesen. Viele werden auch den Blues-Film "Crossorads" kennen, wo er (neben Steve Vai, Ry Cooder u.a.) die musikalischen Fäden bzw. Saiten gezogen hat. Mit dem Unterrichten via Screen hat der Insasse der Guitar Hall Of Fame langjährige Erfahrung bei und für Gibson gesammelt. Die kommen jetzt den Käufern der DVDs zugute. In unaufgeregter Manier wird dennoch alles wirklich Nötige eindeutig und auf den Punkt erläutert und vor allem - gezeigt, erforderlichenfalls im Split-Screen-Verfahren. Die Lehrmethode setzt auf Tabulatur und Fingersatz sowie ein System aus Spielzeichen für Techniken wie Hammer-ons, Pull-offs, Slides oder Vibrato etc., so dass man ohne Notenlesen auskommt. Diese stellen neben den absoluten Basics (Aufbau der Gitarre, Sitzhaltung, Stimmen) einen wichtigen Teil der Ausdrucksformen dar, die in "Akustikgitarre" vermittelt werden. Relativ schnell schafft sich der Schüler so "House Of The Rising Sun", "Wild Horses" oder "Imagine" drauf, während es bei Roths Arrangement von "Layla" (gleichzeitige Begleitung und Solostimme) technisch schon deutlich mehr zur Sache geht.

Für die überwiegend elektrifizierte "Bluesgitarre" kommt naturgemäß mehr Musiktheorie (zwölftaktiger Aufbau, Skalen, "Blue" notes etc.) hinzu und das Barré–Spiel wird wichtiger. In Summe sind diese Lektionen didaktisch ähnlich gut, aber anspruchsvoller, was in Beispielen wie "Mary Had A Little Lamb" (Buddy Guy, S.R. Vaughan) kulminiert.

Die "Rockgitarre" schließlich setzt nochmals andere Akzente, gibt beispielsweise wertvolle Hinweise zu Verstärkern und Effekten. Mit welcher der DVDs man beginnt, hängt wohl nicht zuletzt vom persönlichen Musikgeschmack ab. Die fair bepreisten DVDs taugen auch hervorragend als Geschenk.

Pluspunkte: Sinnvoller didaktischer Aufbau, exzellenter Lehrer.

Kritik: Keine Wahlmöglichkeit zwischen Original- und übersetzter Tonspur (Deutscher Sprecher überlagert Arlens Spur immer)

Verbesserungsvorschlag: Die Aufbereitung als interaktive App würde sich wirklich anbieten, inkl. Lernstandsüberprüfung via Mikrofon von Smartphone oder Tablet, würde dann allerdings auch erheblich mehr kosten.

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