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Hot Water Music - Exister

Platte der Woche

KW 20/2012


Hot Water Music - Exister
Rykodisc/Warner Music
Format: CD

Sind wir doch mal ehrlich. Wäre "Exister" ein, zwei oder vielleicht auch drei Jahre nach "The New What Next" erschienen, würden es Fans und Kenner zwar ebenso abfeiern und manch anderer es nicht verstehen. Aber es wäre nicht der Paukenschlag, der es jetzt ist. Zu dem es jetzt gemacht ist. Doch es ist eben tatsächlich acht Jahre her, dass Hot Water Music letztmals ein neues Album veröffentlicht haben, sich seitdem aufgelöst und wieder vereint haben und sich jetzt, nach und neben Solo-Karrieren, The Draft und massiven Touren mit den alten Liedern und mal abgesehen von ein paar Singles in den letzten Monaten, ENDLICH mit 13 neuen Songs zurück melden. Da berichtet dann auch mal die Welt von Hot Water Music, da wird eine kleine Band aus Florida plötzlich hier und da zum heißesten Scheiß. Aber ganz ehrlich? Verdient ist verdient.

Denn, ja: "Exister" ist so wundervoll geworden, wie man es sich gewünscht hat, aber es nicht erwarten konnte. Vielleicht sogar ein bisschen wundervoller und ganz sicher mit ein paar Liedern bestückt, die die besten sind, die Ragan, Wollard, Black und Rebelo je geschrieben haben. Allen voran der Opener "Mainline" und das unglaubliche "Drag My Body" gehen schon jetzt als Meilensteine durch. Was sind diese Dinger herrlich, was machen die für einen Spaß. "Mainline" wird von Ragan gesungen, das Ding ist dreckig, wuchtig, schnell, straight und im Grunde ein komplett typischer HWM-Song. Aber vielleicht genau deshalb so gerne gehört. Sie sind zurück. Mit ihren Chören, ihrem Charme, ihrem Punk, ihren Hits. Gänsehaut beim ersten Hören. Und beim zweiten, dritten, vierten. Immer. Ebenso verhält es sich bei "Drag My Body". Anfangs denkt man, es hätte sich eine chuckische Solo-Nummer auf's Album geschlichen. Doch sobald die Band einsteigt, sobald der Schalter umgelegt wird, meine Güte. Diese kurz vor perfekte Melodie, dieser kurz vor perfekter Refrain, gespielt von dieser kurz vor perfekten Band. Wer dieses Lied nicht liebt, kann mich mal.

Und das sind jetzt nur zwei Beispiele für die Größe von "Exister". Man könnte fast jeden Song erwähnen. Nur fast, denn ein, zwei Lieder sind dann doch nur klasse geworden. Nur klasse, nicht mehr. Wie der Rest. Wie die Wollard-Hymne "The Traps". Andere Bands würden auf der Nummer ihre Karriere aufbauen, HWM packen das Ding fast nach ganz hinten. Wie das fast schon progressive "Boy, You're Gonna Hurt Someone", wie das dagegen so herrlich bekannt klingende "State Of Grace", wie der kräftige Titeltrack, wie ein paar mehr. Der heißeste Scheiß eben.



-Mathias Frank-


Hören: "Drag My Body"


 
 
 

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