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Tonträger-Review
 
Alvenrad - Habitat

Alvenrad - Habitat
Trollmusic/Soulfood
Format: CD

In diesem Habitat (Lebensraum) hausen Folkrock und -Metal, hallen auch ein paar Black Metal-Echos nach, vor allem aber wohnen hier coole zum Mitsingen geschaffene Hooklines und Rhythmen, die in den USA wegen offensichtlichen Attacken auf die Nackenmuskulatur vermutlich justitiabel wären. Doch davor sind Mark Kwint (voc, guit, flte, programming) und Jasper Strik (key, vocoder, programming) als Niederländer vermutlich weniger bang. Was das Mitgröhlen eventuell zumindest anfangs erschwert: Mark singt (erfreulicherweise) in seiner Muttersprache. Auch dadurch sowie durch den Wechsel zwischen klaren Chören und einigen Growls hat "Habitat" einen ganz eigenen Sound - wie eine Mischung aus (den flämisch singenden) Ancient Rites, Týr und den Heoes Del Silencio.

Das eröffnende "Woudakoestik" ist so etwas wie das "Songs From The Wood" dieser sympathischen Kapelle - eine Hymne auf die Wälder und das naturverbundene Leben - so wie das ganze "Habitat" ihre Heimat verherrlicht: Die von Mythen umrankte Baum- und Heidelandschaft Veluwe, das größte zusammenhängende Waldgebiet der Niederlande. Das tun diese Lieder nur vordergründig simpel und in treibenden Galopp: Speziell unter dem Kopfhörer lassen sich in der in Markus Stocks Klangschmiede Studio E entstandenen Produktion feine Details wie Block- und Querflötenparts ("Zwartwildernis", "Verweven Klauwen"), oboenartige Klänge (in den Intros zum Titelstück und zu "O Patrones") oder nach trippelnden Elfen klingende "Harfen" ("Woudakoestiek") entdecken - der Bandname Alvenrad lässt sich übrigens in etwa als "Rad der Elfen" übersetzen und meint die Sonne. Das Instrumental "Adel Des Gemoeds" mit seinen Dialog zwischen Klavier und Bass zeigt eine "idyllischere" Seite der Waldschrate.

Auch Jaspers jagende Orgelparts fördern den warmen, natürlich wirkenden Sound. Zu diesem haben Freunde nennenswert beigetragen: Hanna van Gorcum (AmmA) mit vergleichsweise feierlichem Gesang, Erik Sprooten (Ancient Rites, Ex-Inquisitor) mit einem Gitarrensolo (ist es die beeindruckende Tapping-Orgie auf "Klaauwen"?), Koen de Graaf (Ex-Thronar, Ex-Burning Hatred) mit trollischem Grunzen und nicht zuletzt Arjan Hoekstra (u.a. The Good Hand, Mirna's Fling) mit Bass-Spiel und Hintergrundgesang.

Mit dem ulkigerweise ein wenig an "Mountains Of Burma" von Midnight Oil erinnernden "Ondermaans" klingt ein so originelles wie liebenswürdiges Album aus.



-Klaus Reckert-


"Woudakoestik" (official)
Making Of


 
 
 

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