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3rd Ear Experience - Incredible Good Fortune

3rd Ear Experience - Incredible Good Fortune
Eigenveröffentlichung/Justforkicks
Format: CD

Aller guten Dinge sind drei, im musikalischen Bereich kann man das beispielsweise deutlich an Das dritte Ohr oder Dritte Wahl sehen und hören. Und nun beweisen uns 3rd Ear Experience auch noch schlagend: Mit dem Dritten hört man besser! Diese traumhafte Musik weht aus der fernen Mojave-Wüste zu uns herüber. Und sie ist selbst ein Ticket für 75 Minuten lange Fernreisen - immer wieder... Das Künstlerkollektiv um Robbi Robb (guit, voc; u.a. Tribe After Tribe, Three Fish, The Asylum Kids) und Amritakripa (voc, synth) stellt dafür die "Werkzeuge" Startbahn und Soundtrack bereit. Und tatsächlich hat der Album-Aufmacher "Tools" etwas von Losfahren oder Abheben. Nach tastendem, fast streichelndem Beginn setzen "Turbinen" (Orgel, ein beschleunigendes Gitarren-Riff) ein und mit dem ersten Solo wird souverän der Lift off erreicht. John Whooliluries Saxofon-Spiel gehört zu den vielen Schönheiten, denen man auf diesem ersten Flug begegnet.

Das verhallte "One" ist unsere nächste Station, die den Sitar-Sounds zufolge im Osten liegen könnte, aber auch der Weltraum oder ein Zeitsprung ins Krautrockdeutschland der Siebziger sind erwägenswerte Möglichkeiten. Das treibende "Parsley" konfrontiert mit Robbs wohl stärkster Gitarrenarbeit auf dem jam-haften Album, dessen Titel übrigens von einem Gedichtband der Science-Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin inspiriert ist (vgl. vorletzte Surfempfehlung). Auf "White Bee" klingt Jorge Bassmans (sic) verzerrter Bass, als werde er mit dem Bogen traktiert, was einen aparten Kontrast zu Amritakripas verträumten Gesang ergibt. Apropos: in "Shaman's Dream" wird Dream nicht nur buchstabiert, sondern mantra-artig beschworen, während eine Slide-Gitarre weint.

Auch wenn man schließlich sanft wieder abgesetzt wird - es ist nicht ganz leicht, nach dieser "incredible good" Experience zurück ins normale Leben zu finden, oder zu anderer Musik. Doch es gibt Hoffnung, denn zuvor erschienen noch die Alben Peacock Black (2013), Boi (2013), Dog Ear (2014)...



-Klaus Reckert-




 
 
 

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