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Gandalf's Fist - A Forest Of Fey

Gandalf's Fist - A Forest Of Fey
Eigenveröffentlichung
Format: CD

Laut Selbstanalyse kombiniert diese Band "The mutual love for the 'Golden Era' of Progressive Rock, The New Wave Of British Heavy Metal and even Renaissance Folk" und ihr jüngstes Werk beschäftigt sich konzeptionell mit "the psychedelic folk-tinged journey of a young girl trapped in a malevolent woodland". Wenn das - kombiniert mit dem unverschämt guten Bandnamen - mal nicht perfekt in die Zeit passt, in der auch der dritte Hobbit-Teil über uns kommt...

Okay, die Arrangements stammen hier (noch) nicht von Howard Shore, aber die Gästeliste ist dennoch beeindruckend und verzeichnet u.a.: Matt Stevens (guit; u.a. The Fierce And The Dead), John Mitchell (voc; u.a. It Bites), Clive Nolan (key; u.a. Arena, Pendragon), Troy Donockley (whistles, cumbrian bouzouki; u.a. Iona, The Enid, Mandalaband, Nightwish), Dave Oberlé (voc, bodrhán; Gryphon). Melissa Holick (u.a. Bethseda) verleiht der Protagonistin dieses mittelalterlichen und doch zeitgemäßen musikalischen Roadmovies ihre starke Stimme.

Natürlich muss ein solches Album ("Fey" bedeutet so viel wie entrückt oder todgeweiht) hörspielartig und mysteriös beginnen ("Childhood Ghosts"), worauf "Gardens Of The Lust" mit so etwas wie Blackmore's Night in gut den Erzählfaden aufgreift. Mit dem eindeutigen Neoprog des Titelstücks und zwischen Melissa und Dean March gut verteilten Vocals, vor allem aber mit Deans flammendem Gitarrensolo nimmt die Geschichte auch deutlich Fahrt auf - der Industrie-Fade am Ende ist allerdings eine kleine Antiklimax. Warme, sphärische Synthesizer-Sounds und verhallte Stimmen bestimmen "The World We Created", während "The Circus In The Clearing" mit Portativ-Sounds, keltisch klingendem Mittelteil und Troys Bouzouki wieder Folkrock-Flair verbreitet, genau wie das mit herrlichen Akustikgitarren aufwartende "Blood For A Royal Pardon".

Das getragene "Drifter On The Edge Of Time" ist allein schon wegen Matt Stevens unnachahmlich einleitendem "Rocket Boost" hörenswert. "A Forest Rose" hat Jethro-Tull-Qualitäten und "Return From The Tournament" wieder diese keltisch-melancholische Schönheit. Zumindest die Einleitung zu "Stories Old And Stories Told" hätte auch auch "The Geese And The Ghost" keine schlechte Figur gemacht.

Den Text zum abschließenden "A Poison Tree" hat sich das britisch-deutsche Quartett vom großen William Blake entliehen. Eine feinzeichnende Produktion und ein Digipack mit allen Texten sowie psychedelisch-starkem Artwork von Thomas Huth (vgl. letzte Surfempfehlung) runden ein gutes Album ab, das neben allen auf Neo- und Folk-Prog abonnierten aufgrund der erwiesenen Kopfkino-Qualitäten auch Fans von Ayreon, Flaming Row & Co. ausdrücklich für einen Hörtest anempfohlen wird.



-Klaus Reckert-


"The Circus in the Clearing (including the Fanfare for the King's Tournament)"
"Drifter On The Edge Of Time"
"The Snows They Melt the Soonest" (Acoustic)


 
 
 

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