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Tonträger-Review
 
Uli Jon Roth - Scorpions Revisited

Uli Jon Roth - Scorpions Revisited
UDR/Warner Music
Format: 2CD

Er ist der Mann, der weg ging, als es mit den Scorps so richtig abzugehen (und sehr viel kommerzieller zu werden) begann. Der Jimi Hendrix (und - zumindest stark vermutbar - Richard Wagner) wohl immer geiler fand als die teutonische Ausgabe von Heavy Metal. Der aus seinen eigenen Inspirationen als Gitarrist nie ein Hehl gemacht hat - und dennoch von Meister-Gitarreros weltweit bis heute als zentrales Vorbild angegeben wird. Der eine eigene siebensaitige Gitarre entworfen (und selbst gebaut!) hat, lange bevor jeder Baggy-Trousers-Djent-Mucker sich eine kaufen konnte. Dessen Vorliebe für "dezente" Hippie-Outfits (Matte, Kopftuch, Federpuschel, pfaueneigroße Klunkern) ihn auch heute noch völlig unverwechselbar macht.

Ebenjene deutsche Gitarristen-Legende hatte ein 40-jähriges Arbeitsjubiläum vergangenes Jahr zum Anlass von (heuer fortgesetzten, siehe ganz unten) Live-Aktivitäten und zu den Aufnahmen dieser Rückschau genommen: "Das Material für diese Doppel-CD wurde letztes Jahr in Hannover aufgenommen, in exakt derselben Theater-Halle, die wir 1973-1978 für die Scorpions-Proben benutzten", erläutert Uli das. "Zusammen mit ein paar großartigen, jungen und talentierten Musikern interpretierte ich meine persönlichen Favoriten der frühen Scorpions-Zeit. Einige davon sind damals in genau diesem extrem gut klingenden, für mich sehr inspirierenden Raum entstanden. Es waren sehr emotionale Tage und ich bin in mehr als nur einer Hinsicht zufrieden mit dem Ergebnis. Die Idee dahinter war, den originalen Songs treu zu bleiben, sie aber trotzdem aus einem andern Blickwinkel zu interpretieren, wenn es erforderlich und richtig zu sein schien."

Besagte "junge" Musiker sind: Nathan James (Gesang), Ule Winsome Ritgen (bss; u.a. UJR, Fair Warning, Zeno), Niklas Turmann (guit, voc; Crystal Breed), Corvin Bahn (key, voc; u.a. Crystal Breed, Peter Pankas Jane) und David Klosinski (Gitarre), Jamie Little (drms).

Und was hat der Fan davon? Das vermutlich schärfste UJR-Erlebnis jenseits von "Tokyo Tapes", "Earthquake" und "Firewind" (oder natürlich einem Konzertbesuch). Die Tracklist des Doppeldeckers ist so vorhersagbar wie großartig und umfasst beispielsweise "The Sails Of Charon", "In Trance", "Yellow Raven" (da kann allerhöchstens noch die Version von Pain Of Salvation gegen anstinken), "Polar Nights", "Dark Lady" oder "We’ll Burn In The Sky" (grandiose neun Minuten).

Ulis aktuelle Band stellt sich der gestellten, nicht ganz einfachen Aufgabe souverän. Sogar Sänger Nathan James sammelt permanent Pluspunkte - mit der Ausnahme des missglückt wirkenden ""Life's Like A River" und des zu zahm geratenen ehemaligen Schockers "Virgin Killer".

PS: Doch letztlich ersetzt freilich nichts das Live-Erlebnis, schon gar nicht bei UJR (vgl. letzte Surf-Empfehlung). Bitte schön, nachfolgend die hiesigen Optionen dafür:
24.04. Lauda-Königshofen, Keep it True Festival
22.05. Bocholt, Alte Molkerei
23.05. Bocholt, Alte Molkerei
22.08. Balve, Balver Höhle
27.08. Full Metal Cruise III (North Sea)
31.08. Kiel/Copenhagen/Göteborg/Hamburg



-Klaus Reckert-


Tour trailer 2014


 
 
 

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