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Helldorado - Director's Cut

Helldorado - Director's Cut
Glitterhouse/Indigo
Format: CD

Und schon wieder hat Glitterhouse eine Norweger-Kapelle aufgetan, die anders ist als alle anderen. Dag Vagel und seine Jungs gehören im weitesten Sinn zur Sippe der Nicht-Metal-Düster-Rocker. Was meint, dass sich da Versatzstücke finden, die man so oder anders zum Beispiel auch bei 16 Horsepower (Dag predigt mit den besten des Genres), Nick Cave oder anderen Punkbands findet. Häh - Punk Bands? Ja, doch, gerade im letzten Drittel treten die Jungs ganz schön auf's Gaspedal. So weit so gut. Doch warum gibt's dazu ein Orchester? Das passt ja alles nicht! Das ist ja alles so nicht richtig! Und dennoch: Gerade das macht ja den Reiz aus. Live sollen Helldorado unglaublich unglaublich sein und auch auf Konserve braucht es schon einen Gutteil "suspension of disbelieve", um da mitkommen zu können. So wagemutig wie Helldorado hat schon lange niemand mehr in der Genrekiste gewürfelt. Das Ergebnis ist kraftvoller, intensiver, schwermütiger, lauter Stoner-Rock mit "Sand zwischen den Zähnen und einem salzigen Geschmack auf den Lippen", wie es auf der Website nicht ganz falsch heißt - und eben jenen Streichern, die dem Ganzen epische Proportionen verleihen. Manchmal auch kammermusikalische Strenge. Hm. Dramatik pur und jeder Menge Irrwitz gibt's noch dazu als Dreingabe. Dass die Herren die CD "Director's Cut" nennen, macht auch Sinn, denn vor des Hörers geneigtem Auge stellen sich beim Konsum des Tonträgers sowieso unweigerlich epische Bilder ein, die irgendwo zwischen Quentin Tarantino, David Lynch und Film Noir ihren Platz fänden. Diese Höllenfahrt ist ein Soundtrack der besonderen Art.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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