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Tonträger-Review
 
Sean O'Brien - Seed Of Mayhem

Sean O'Brien - Seed Of Mayhem
First Cold Press
Format: CD

Die Liste der Bands, in denen Sean O'Brien aus dem sonnigen Kalifornien den Ton angab, ist so lang, dass sie manches Telefonbuch sprengen würde. Auch nachdem O'Brien 2006 seine eigene Band Sean O'Brien And His Dirty Hands gründete, hat er nebenher immer noch Material für Solo-Alben übrig - wie z.B. das vorliegende. Auch hier gibt es knackigsten Indierock - allerdings verstärkt mit Singer / Songwriter-Elementen durchzogen. O'Brien ist dabei ein humorvoller Beobachter mit dem Hang zu einer düsteren Note. Kein Wunder, dass er für seinen Song "The Bottom Of The Toy Box" Nick Drake (und Charles Mingus) als Inspirationsquellen nennt. Dabei ist O'Brien weder ein Folky noch ein Jazzer - er vermeidet bei seinen Songs lediglich übliche Klischees, wodurch sie immer in eher unerwartete Gefilde abdriften. In ihren besten Momenten bekommen Pearl Jam so etwas hin - O'Brien gelingt es nahezu durchweg. Dass er auf der anderen Seite auch Nick Lowe mag, liegt eher daran, dass sein Kumpel Jeff Kane ihn dazu zwang, als Gegenleistung für die Mitarbeit am neuen Album in seiner Nick Lowe Coverband Trouble Boys mitzuspielen. Immerhin: Ein bisschen Abwechslung kann ja nicht schaden und einen humorvollen Unterton hat die Scheibe - trotz aller dräuenden Energie - wie gesagt, auf jeden Fall. "Seed Of Mayhem" ist eine bemerkenswert selbstsichere und gut funktionierende, zeitgemäße Rockscheibe - ganz nebenbei auch mit einem ganz spezifischen Sound - geworden. Punkt.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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