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Kreator - Coma Of Souls / Renewal / Cause For Conflict / Outcast

Kreator - Coma Of Souls / Renewal / Cause For Conflict / Outcast
Noise/Warner Music
Format: 2CD

Im vergangen Jahr veröffentlichten Kreator ihre frühen Alben "Endless Pain", "Pleasure To Kill", "Terrible Certainty" und "Extreme Aggression" neu, jetzt schiebt die Essener Thrash-Legende mit den vier 90er Jahre-Alben "Coma Of Souls", "Renewal", "Cause For Conflict" und "Outcast" die nächste Old-School-Rutsche nach. Natürlich frisch remastered auf CD, digital und auf farbigem Vinyl, mit jeder Menge Bonusmaterial sowie Liner Notes von Mille Petrozza und reichlich was für's Auge (Bandfotos, Konzertkarten, Zeitungsartikel).

Es sind nicht irgendwelche Alben, es sind besondere, es sind zum Teil die mutigen Alben, die damals durchaus für Diskussionen sorgten. Sicher, "Coma Of Souls" ist ein klassischer Klassiker, Thrash deluxe, Heimat von Hymnen wie "When The Sun Burns Red" oder "People Of The Lie". Noch der heute der Wahnsinn, noch heute verboten gut. Und das Bonus-Material setzt noch einen drauf, besteht es doch aus satten 16 Live-Songs, aus unter anderem "Betrayer", "Pleasure To Kill" und "Flag Of Hate", aufgenommen 1990 in Fürth.

Zwei Jahre später erschien "Renewal". Und Kreator klangen anders, Mille sang, schrie anders, man experimentierte mit Hardcore und Industrial, reiner Thrash war gestern, heute waren "Winter Martyrium" und "Karmic Wheel". Die einen sprachen von Weiterentwicklung, die anderen von Ausverkauf, am Ende ist "Renewal" Geschmacksache, drei Bonus-Songs dagegen sind faktisch zu wenig. Was auch für die Neuauflage von "Cause For Conflict" gilt, dem einzigen Album ohne Gitarrist Jürgen "Ventor" Reil. Und ein Album, das man vielleicht nicht unbedingt braucht. Auf der einen Seite kehrten Kreator wieder tiefer in den Thrash zurück, die Klasse von einst aber erreichten sie hier nicht. "Das war gewollt und nicht gekonnt, zudem ist der Sound viel zu dünn", sagt Mille im Rückblick. Wobei das mit dem Sound nur für das Original gelten mag, Sachen wie "Catholic Despot" knallen in der 2018er Version schon ordentlich los.

Bleibt noch "Outcast", ebenso wie der Vorgänger irgendwie nur so ein ganz okayes Kreator-Album, weder reiner Thrash noch so mutig wie "Renewal", die Band schien selbst nicht genau zu wissen, was sie wollte, ballerte und groovte, drosselte und prügelte. Kann man sich anhören, muss man aber auch nicht all zu oft. Besser aber ist hier das Bonus-Materials, wie "Coma Of Souls" kommt auch "Outcast" als Doppel-CD mit einem kompletten Konzert, in diesem Fall gibt es den Dynamo-Auftritt von 1998 mit einer bunten Setlist mit Songs aus der kompletten Kreator-Historie. Was natürlich perfekt zu diesen jetzt schon acht Re-Releases passt.



-Mathias Frank-




 
 
 

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