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Van Der Graaf Generator - Real Time (Royal Festival Hall)

Van Der Graaf Generator - Real Time (Royal Festival Hall)
Fie!/Rough Trade
Format: 2CD

Im sparsamen, aber doch alles sagenden Booklet dieser enorm besitzenswerten Doppel-Live-CD formuliert es Peter Hammill selbst unübertrefflich. Als sich die Band im Jahr 2005 nach knapp knapp 30 Jahren Graafen-Abstinenz wiedervereinigte, war es eine Sache, ein neues Album ("Present") an den Start zu bringen. Und eine völlig andere, altes und neues Material wieder einzustudieren und für die Bühne teils geradezu zu rekonstruieren bzw. wiedererfinden zu müssen: "So that, playing in realtime, we'd be playing for our lives, then and now. [...] Are we about to fulfil al promise, make a step towards the future? Or somehow sully the past in dull imitation?"

So sehr man sich inbrünstig wünschen würde, dass sich alle alternden Rockherrschaften genau diese Frage VOR dem Cash-in-Versuch der jeweils jüngsten Reunion vorlegen würden, so sehr muss man die honorige Fragestellung im Fall von VdGG beantworten mit: "Sie begegneten unglaublich hohen Erwartungen, aber sie haben sie alle eingelöst und übererfüllt." Wie auch zuletzt mit wenigen Konzerten in Deutschland livehaftig bewiesen.

Im Gegensatz zur ganz aktuellen und ohne Extremsaxophonist David Jackson absolvierten Minitour präsentierte sich der Graaf 2005 in der Royal Festival Hall noch in der besten aller möglichen Besetzungen, also als Hammill, Evans, Banton und Jackson. Das Ergebnis war ein von enthusiastischem Applaus beflügelter Triumphzug durch die ältere (z.B. "Refugees, ihre einzige Hitsingle) und allerneueste (z.B. das vorzügliche "Nutter Alert") Geschichte, der hier in ebenfalls bestmöglichem Sound wiedergegeben wird. In diesem Gewand fällt abermals auf, wie vollständig das 2005 ja noch flammenneue Material stimmig zum VdGG-Kanon passt und in diesen bereit integriert war.

Was für unglaubliche Techniker Banton, Jackson und Evans sind, ist ja nichts Neues, leuchtet aber auch hier durch jede Konzertminute. Insgesamt eine bzw. über zwei Sternstunden intensivster, emotionaler Rock-Geschichte und - stets noch! - Avantgarde.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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