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Spiritualized - And Nothing Hurt

Spiritualized - And Nothing Hurt
Bella Union/Pias Cooperative/Rough Trade
Format: CD

Wenn das neue Opus von Jason Pierce a.k.a. J. Spaceman a.k.a. Spiritualized auf unbestimmte Weise ein wenig hemdsärmelig und verspielt daher kommt, dann hat das seinen Grund, denn Pierce spielte quasi alles alleine in seiner Londoner Wohnung ein. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass das neue Material mit einer wahrlich epischen Note daherkommt und durch einen beinahe orchestralen Sound beeindruckt. Der Schritt, alles alleine zu Hause zusammenzufrickeln (der übrigens aus Budget-Gründen erfolgte), ist für Pierce sogar noch ein größerer, als von außen zu erkennen, denn als Mann, der es gewohnt ist, im Studio die Technik für sich spielen zu lassen, betrat er mit der digitalen Homespun-Technik für ihn sogar technisches Neuland. Umso erstaunlicher ist dann der Umstand, dass - in dem Bemühen, den Eindruck eines Band-Konzertes von Spiritualized zu Hause alleine zu rekreieren - am Ende sogar ein Album herausgekommen ist, das sich oldschoolmäßig organisch anfühlt und anhört.

Auf "And Nothing Hurt" erforscht Pierce auf gewohnt nachdenkliche und melancholische Art den Lauf der Zeiten und insbesondere den Prozess des Alterns und predigt so den Gosepel according to himself. Musikalisch schlägt sich das in zuweilen souligen, balladesken Nummern mit viel Raum für kontemplative Meditationen instrumentaler Natur nieder, mit denen sich Spiritualized-Fans ohne Weiteres arrangieren können - auch wenn der zugrundeliegende Entstehungsprozess sich radikal von dem unterscheidet, was das Projekt bislang auszeichnete.



-Ullrich Maurer-


Video: "I'm Your Man"


 
 
 

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