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Tonträger-Review
 
Holly Golightly & The Brokeoffs - Medicine Country

Holly Golightly & The Brokeoffs - Medicine Country
Damaged Goods/Cargo
Format: CD

In Truman Capotes Novelle ist Holly Golightly ja auch etwas mehrdimensional, als der etwas zu unschuldige Film von Blake Edwards uns vormachen möchte. Auf dem dritten Album, das Holly zusammen mit Lawyer Dave als The Brokeoffs herausbringt, schimmert in etwa dieser Zustand auch durch. Die betreffenden Songs klingen nur noch deswegen so unschuldig naiv, weil die Art von Musik, die sich Holly und ihre jeweiligen Partner ausgesucht haben (vorwiegend in den 50ern und 60ern angesiedelte Country-, Blues-, Pop-, Folk- und zumindest hier auch Rock-Nummern) nun mal eben unschuldiger und naiver anhören, als die kalkuliert zusammengeschraubten Elaborate der Jetztzeit, die sich von solcherlei Wurzeln nicht nur inhaltlich entfernt haben. Alles andere - namentlich der Sound, die Performance, das handwerkliche Können und nicht zuletzt das Wissen um die musikhistorischen Zusammenhänge - kommt ausgebufft, routiniert und clever rüber. Es liegt dann natürlich im Geschick von Leuten wie Holly und Lawyer Dave, das dann alles wieder so charmant klingen zu lassen, wie es die Altvorderen sich ursprünglich erarbeitet haben. Was auf diesem Album ausnehmend gut gelingt. Es gibt hier mehr Country und Rock als üblich - was daran liegt, dass mehr Zeit war, an den Songs herumzufeilen - und das Cover "Blood On The Saddle" von Wreckless Eric, das aber eher wohl aus inhaltlichen Gründen ausgewählt wurde, weil es so schön zu den anderen psychopathischen Mörderballaden des Albums passt. Und was für Fans noch wichtig sein dürfte: Holly malte das Covermotiv selbst.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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