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Pete Yorn & Scarlett Johansson - Break Up

Pete Yorn & Scarlett Johansson - Break Up
Warner Music
Format: CD

Vor zwei Jahren überraschte die Schauspielerin Scarlett Johansson mit einem recht eigenwilligen Debüt als Musikerin: Mit dem Album "Anywhere I Lay My Head" präsentierte sie ein Album mit Cover-Versionen von Tom Waits als Hommage an den großen Grummler. Anders als viele Vanity-Projekte von Kollegen hatte dieses Werk zumindest eine Vision - denn die Songs waren im Stil des Shoegazer-Wall-Of-Sound der 80er inszeniert. Es wurde damals nur nicht so recht klar, wie Scarlett überhaupt zur Musik gekommen war - denn in ihren Filmen sah man die Schauspielerin eigentlich noch nie singen. Nun gibt es - kurz nach der Veröffentlichung seines grandiosen, vierten Albums ein neues Lebenszeichen von Pete Yorn in Form der vorliegenden Duett-Scheibe. Und hier löst sich der gordische Knoten: Im Jahr 2006 - nach einer stürmischen Liebes-Beziehung, deren Verlauf das Thema dieses Werkes ist - hatte Yorn eine Vision. Er träumte davon, diesen Songzyklus im Stil der klassischen Duett-Alben der 60s mit Scarlett als Partnerin aufzunehmen; wobei er als Referenz an Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot dachte.

Das Ergebnis kann sich dabei durchaus hören lassen. Die Songs sind - trotz des eher ernüchternden Inhaltes - deutlich poppiger geraten als zum Beispiel die auf Yorns neuem Solo-Werk. Dazu gehört auch, dass Yorn mit mehr Effekten und Beats arbeitet und vor allen Dingen stärkere Refrains in die Welt setzt. Der Part Scarlett Johanssons ist dabei mengenmäßig überschaubar. Im Gegensatz zu Yorn singt sie keinen Song vollständig und auch für alle Refrains zeichnet der Meister verantwortlich. Allerdings überrascht dabei, was Scarlett hier leistet. Denn anders als auf ihrem eigenen Album verschwindet die Stimme nicht im allgemeinen Mix und auch der Gesang ist wesentlich ausdrucksstärker als auf "Wherever". Wenn man möchte, kann man gar eine gewisse Blues-Note (im Stil von Billie Holiday) im Timbre der Actrice entdecken. Insgesamt ist dieses Album - auch wenn es ziemlich kurz geraten ist - eine ziemlich runde Sache geworden und besteht als eigenständiges Projekt mühelos neben den anderen Yorn-Scheiben.



-Ullrich Maurer-


Video: "Relator"


 
 
 

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