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The Death Letters - The Death Letters

The Death Letters - The Death Letters
Stag-O-Lee/Indigo
Format: CD

Momentan scheint ein ungemeiner Bedarf an Drums / Gitarre-Duos zu bestehen. Hier ist schon wieder eines - dieses Mal zwei Herren im Alter von 16 und 17, die sich nach einem Song ihres Favoriten Son House. Damit ist das Thema schon mal vorgegeben: Es geht um den Blues. Das ist insofern schön, als das Musikanten diesen Alters heutzutage sich normalerweise gar nicht mehr die Mühe machen, die Ursprünge der Musik, die sie machen, zu ergründen, sondern gleich auf nachgerückten Generationen aufsetzen. Nicht so die Death Letters: Obwohl sie - wohl getrieben vom jugendlichen Leichtsinn - ganz auf Power und Energie setzen, gibt es hier doch ziemlich altmodischen Rock'n'Roll - so, wie ihn etwa Led Zeppelin begriffen haben (also als Baby des Blues). Gibt es bei den anderen Duo-Acts dieser Art immer einen, der technisch den anderen in den Schatten stellt, so sind sich hier die beiden Protagonisten - Victor Brandt und Ariza Lora - zumindest ebenbürtig. Es wird solide gerockt - wenn auch nicht gerade virtuos. Dafür aber mit Gefühl und eben mit Schmackes. Und: Lora ist ein überzeugender Crooner, der die simplen Songs gleich in eine ganz andere Liga katapultiert. Schade ist dabei nur, dass sich auch die Death Letters entschlossen haben, Basis-Puristen zu bleiben und Overdubs und ähnliches als Teufelswerk links liegen zu lassen. Was bleibt ist eine überzeugende, schmutzige kleine Bluesrock-Scheibe, die mit minimalem Aufwand maximale Leistung erzielt.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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