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M.I.A. - Maya

M.I.A. - Maya
XL Recordings/Beggars Group/Indigo
Format: CD

Im Vorfeld der Veröffentlichung dieses zweiten Album der Londoner Künstlerin mit tamilischen Wurzeln Mathangi "Maya" Arulpragasams alias M.I.A. hatte es geheißen, dass die Gute neben hartem, urbanen Elektro-Hip-Hop auch Pop könne. Nun, ganz so schlimm wird es nicht: Neben eines erkennbaren Refrains beim Single-Track "XXXO" und dem Reggae-inspirierten "It Takes A Muscle", das mit einer Art infektiösen Kindermelodie aufwartet, dominiert vor allen Dingen der urbane Street-Style, auf dem M.I.A. ihre musikalische Schiene basiert (nebenher ist sie ja als Video-Künstlerin aktiv). Es ist sogar so, dass die neue Scheibe noch einen Zacken härter und konkreter ist als das bislang Gewohnte. Das hört sich zuweilen an, als habe jemand ein Mikro einfach auf einer belebten Straßenkreuzung rausgehalten - zumal die neuen Songs sowieso häufiger auf Hörspiel-Ebene beginnen (wie etwa der Opener "The Message). Und das mit der angesprochenen "Härte" ist auch insofern wörtlich zu nehmen, dass ganze gesampelte Hardrock-Gitarrenakkorde als Spielzeug im allgemeinen Tohuwabohu herhalten müssen. Dass die politischen Botschaften der Aktivistin M.I.A. auf diese Weise teilweise untergehen zu drohen (weil man sie einfach nicht mehr verstehen kann), nimmt die Protagonistin zugunsten ihres genau kalkulierten Sounddesigns in Kauf. "Maya" ist - so gesehen - eine ziemlich radikale Scheibe geworden.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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