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Tonträger-Review
 
Menomena - Mines

Menomena - Mines
CitySlang/Universal
Format: CD

Wenn man sich Scheiben wie "Mines" von Menomena anhört, dann könnte man auf den Gedanken kommen, dass viele andere Musikanten sich einfach nicht genug Mühe geben. Denn das, was das Trio aus Oregon hier in Sachen Rhythmik, Songstruktur und Aufbrechen von Erwartungshaltungen bietet - ohne dabei wirklich etwas Neues zu erfinden -, ist schon erstaunlich. Eigentlich tun Justin Harris, Brent Knopf und Drummer Danny Sein nur nie das, was man von ihnen erwartet oder was logisch oder gar richtig gewesen wäre - eher schon das Gegenteil. So schichten sie Gitarren, wo andere geradlinige Riffs platziert hätten, lassen den Bass gegen den Rhythmus durchdrehen, singen, wo Stille erwartet würde oder kehren das Tempo mitten im Stück einfach um. Wo andere allerdings selbstgefällig in dieser Art von Post-Rock-Herrlichkeit verharren würden, schaffen es Menomena am Ende oft genug auch noch, einen Song hinzulegen, den man dann auch als solchen wahrnimmt und im Kopf behält. Abgerundet wird das dann noch durch eine Überfülle an selbst gespielten Zusatzinstrumenten (Keyboards etwa oder Blasinstrumente), die aber teilweise gar nicht als solche erkennbar sind - eben auch, weil sie außerhalb ihres eigentlichen Kontextes verwendet werden. Bei all dem entsteht nie der Eindruck, dass es hierbei um eine Kopfgeburt gehen könnte. Ganz im Gegenteil: Das ist Indie-Rock par excellence - nur eben mit Mehrwert. Also: Wenn schon Kunstrock, dann aber bitte nur so.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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