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Tonträger-Review
 
Nina Kinert - Red Leader Dream

Nina Kinert - Red Leader Dream
Ninkina/Cargo
Format: CD

Ach herrjeh! Da macht sich Nina Kinert einen Kopf um ein bahnbrechendes Projekt, bei dem sie quasi eine audiophile Fortsetzung der Star Wars Saga dahinkomponierte, macht dann bei den Arrangements im gewohnt wunderlichen Folkpop-Setting auch noch alles richtig (z.B. indem sie den eingeschlagenen Weg des letzten Albums "Pets And Friends" weiter führte und zu intensivierte) und singt hingebungsvoll und inbrünstig wie noch nie... und bleibt dann irgendwie an ihrem Songmaterial hängen. Auf kaum einem der zehn neuen Titel gibt es eine ausformulierte Melodie. Einige der Songs basieren gar auf bloß zwei (zugegebenermaßen wie wild bearbeiteten) Akkorden. Wie konnte das passieren?

Wahrscheinlich indem, wie es in der Info heißt, Nina die Rolle des Produzenten, Plattenfirmenbosses (sie hat nun ein eigenes Label) und Casting Directors selbst übernahm (zusätzlich zur Musikanten-Rolle). Und dann gab es niemanden mehr, der Nina darauf aufmerksam gemacht hätte, dass ein Akkord oder eine Modulation hier oder da wahre Wunder gewirkt hätte. Und so kommt diese Scheibe - auch des psychedelischen Grundgedankens wegen - eher wie ein Cocteau Twins-Derivat rüber als das einer mittlerweile doch etablierten und erfolgreichen Songwriterin. Davon mal abgesehen, ist die Grundidee, die während eines langen Krankenhausaufenthaltes geboren wurde, bei dem Nina die Star Wars Filme "zahllose Male" sah, wie sie sagt, natürlich sehr sympathisch und - wie gesagt - klanglich durchaus charmant ausgearbeitet. Schade nur, dass das Ergebnis am Ende dann eher unbefriedigend ausgefallen ist - jedenfalls für Freunde songorientierter Geschichten.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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