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Tonträger-Review
 
Neil Hagerty - Neil Hagerty

Neil Hagerty - Neil Hagerty
Domino Records/Zomba
Format: CD

Neil Hagerty war die eine Hälfte von Royal Trux. Das ist jetzt Geschichte. Wenn man bedenkt, daß RT für Sex & Drugs & Rock'n'Roll standen, wie kaum sonst jemand, bietet auch Neil's Solo-Debut noch genügend vertonter Rückstände mißbrauchter Substanzen, um selbst eingefleischte Potheads zu verblüffen. Es gibt ein nerviges, krankes, schmutziges RT-Light: Über einem merkwürdig ploppenden und pluckernden Rhytmusbackdrop - Drums & Baßtöne kunstvoll zusammengepanscht - versucht Hagerty so was wie konventionelles Songwriting auf Acid. Seine Idee ist es, Songs aus der Perspektive anderer zu schreiben und seinen Kommentar dann mit der virtuosen, aber mörderischen Gitarre beizutragen. Stimmlich kann sich Hagerty nicht hinter den bisher gewohnten Soundkaskaden verstecken, sondern muß tapfer gegen Soul-, Pop-, Blues und Voodoo-Sprengsel ansingen, die mit den besagten Gitarrenattacken allerdings alle sorgsam zersägt werden. Das klingt zum Teil ganz schön nackt (im Sinne von ehrlich und spärlich) und auch manchmal wie Zappa zu seinen morbidesten Zeiten. Sind wir mal gespannt, ob auch Jennifer Herrema demnächst zur musikalischen Auto-Vivisektion ansetzt.


-Ullrich Maurer-



Neil Hagerty


 
 
 

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