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Tonträger-Review
 
The Low Anthem - Smart Flesh

The Low Anthem - Smart Flesh
Bella Union/Cooperative Music/Universal
Format: CD

Mit ihrem letzten Album, "Oh My God, Charlie Darwin!", gelang der Schraten-Combo mit Dame der Durchbruch. Mit Bravour inszenierten sie hier ein erstaunliches, zurecht hochgelobtes Indie-Americana-Universum und zeigten, was auf dem Schräglagen-Sektor so alles möglich ist. Insofern ist die Besinnung auf ausschließlich ruhige und introvertierte Töne auf diesem neuen Album ein wenig erstaunlich. Mit Ausnahme einer einzigen Nummer gibt es entweder recht ordentliche, aber wenig mitreißende, konventionelle Countrysongs mit der erwähnten leichten Schräglage oder instrumental ausschweifende, impressionistische Dudeleien bis hin zur bloßen Klangtupferei mit Klarinetten und anderem Gebläse. Nochmal: Die Songs sind nicht wirklich schlecht, aber doch so konventionell, dass man sich fragt, warum die Truppe aus Providence sich überhaupt die Mühe machte, diese einzuspielen - bzw. was sie damit aussagen möchten. Immerhin sind es doch die unberechenbaren Kooks und Kinks, die bislang das Oeuvre der Band auszeichneten. Dafür, dass sie in der Lage sind, einen Song relativ straight und ohne Schrullen zu spielen, hätte als Beweis doch einer ausgereicht - und nicht die Mehrzahl der Tracks?!? Natürlich sind die Schrullen noch da - nur halt eben ins ruhige (man möchte fast sagen "tranige") Fahrwasser verschoben. Die Dynamik - die u.a. die Konzerte der Combo auszeichnen - bleibt da weitestgehend außen vor. Mag sein, dass sich die Feinheiten des Werkes erst nach und nach (oder nach dem Genuss der anstehenden Live-Shows) erschließen. Zunächst ein Mal verschließt sich das Werk aber eher, als dass es sich öffnet.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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