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Tonträger-Review
 
Steve Earle - I'll Never Get Out Of This World Alive

Steve Earle - I'll Never Get Out Of This World Alive
Blue Rose Records/Soulfood
Format: CD

Fast hatte man ihn schon aufgegeben, den guten alten Steve Earle. Nachdem er sich 2007, nach seinem Umzug nach New York mit "modernen" Klangmitteln wie Elektronik und Loops beschäftigte und dann, 2009, eine auf eigenartige Weise misslungene Hommage an seinen verstorbenen Freund Townes Van Zandt ablieferte, gibt es nun - unter der Obhut von Meisterproduzent T-Bone Burnett - endlich wieder ein Album, das musikalisch an alte Großtaten anschließt. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Earle hier einige Tracks verwendete, die er für andere Projekte schrieb (etwa Emmylou Harris letztes Werk oder für die TV-Serie "Treme", in der er nun auch als Schauspieler zu bewundern ist), vielleicht liegt es daran, dass er nun auch endlich seinen Debüt-Roman - mit gleichem Namen wie die CD - fertig hat oder schlicht daran, dass er alt und weise geworden ist.

Jedenfalls ist dies eines der stärksten Earle Alben seit langem. Musikalisch ist die Sache im Süden der USA angesiedelt. Es gibt Bläser-Arrangements von Allan Touissant und an anderen Stellen klingt die Sache dermaßen Cajun, dass man sich fast schon wundert, wieso Earle nicht gleich Französisch singt. Das wurde natürlich von Burnett in sein übliches, greifbares, halbakustisches Gewand gepackt - was in Bezug auf Earle eher ungewöhnlich ist, aber andererseits auch verhindert, dass sich auf Umwegen der von ihm so geliebte Schweinerock wieder einschleicht. Fans des Meister dürften jedenfalls mit dieser Scheibe sehr glücklich sein. Und Blue Rose-Fundamentalisten müssen halt mal auf den Rock verzichten. So ist das eben!



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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